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Göttingen Corona: Stadt und Landkreis Göttingen prüfen Maskenpflicht für alle
Die Region Göttingen Corona: Stadt und Landkreis Göttingen prüfen Maskenpflicht für alle
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19:01 21.04.2020
Petra Sommerfeld-Heinemann vom Blumenladen Tommy Tulpe trägt bereits eine Stoffmaske. Quelle: Christina Hinzmann
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Göttingen

Stadt- und Landkreisverwaltung Göttingen prüfen eine Maskenpflicht. Wie die Stadtverwaltung am Dienstag mitteilte, so sei die derzeitige Corona-Lage nach wie vor hoch dynamisch. In Kommunen wie Wolfsburg und Braunschweig gilt sie bereits – die Pflicht zum Tragen einer Maske zum Schutz vor einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus. Deshalb beobachten die Göttinger Behörden die Situation – und prüfen ebenfalls die Einführung einer Maskenpflicht.

Pflicht in Bussen und Geschäften

 „Unser Ziel ist es, das Infektionsrisiko der Bevölkerung bestmöglich zu minimieren und insbesondere Risikogruppen wie ältere und chronisch oder schwerkranke Menschen zu schützen“, betont Petra Broistedt, Leiterin des Stabs für außergewöhnliche Ereignisse der Stadt Göttingen und als Stadträtin für das Thema Gesundheit zuständig, „dazu können Gesichtsmasken einen guten Beitrag leisten, insbesondere wenn jetzt erste Lockerungen der Kontaktsperre in Kraft treten und wir uns sicher in der Öffentlichkeit bewegen wollen.“ Eine Maskenpflicht wird beispielsweise für die Nutzung des Öffentlichen Personennahverkehrs, beim Betreten und Aufenthalt in öffentlichen Gebäuden sowie in Geschäften erwogen. „Wir empfehlen der Bevölkerung daher, sich auf eine etwaige Maskenpflicht vorzubereiten“, so Broistedt. Dabei können auch sogenannte textile Mund-Nase-Barrieren, also selbst genähte Behelfsmasken, Schals oder Tücher, die die Nase und den Mund abdecken, getragen werden. Die Stadträtin betont: „Im Zweifel gilt: Einen selbst erstellten Schutz zu tragen ist besser, als gar keine Maske zu nutzen.“

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Gespräche mit Landkreis Northeim

Marlies Dornieden, Leiterin des Stabes des Landkreises, ergänzt: „Vermeiden müssen wir einen Flickenteppich, bei dem die Maskenpflicht in einem Ort gilt, im nächsten nicht. Deshalb ist eine Abstimmung in der Region, besser noch auf Landesebene, sinnvoll.“ Landrat Reuter werde sich mit Landrätin Astrid Klinkert-Kittel in Northeim und Landrat Michael Schünemann in Holzminden in Verbindung setzen, kündigt sie an. „Wir sind beim ÖPNV in einem Verkehrsverbund und sollten bei der Maskenpflicht an einem Strang ziehen“, so Dornieden. Zudem werde Landrat Bernhard Reuter in der Telefonkonferenz der kommunalen Spitzenverbände mit dem Chef der Staatskanzlei in dieser Woche für eine landesweite Regelung werben, fügt sie hinzu.

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Von Britta Bielefeld

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