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Göttingen Freiluftgottesdienst mit Flamingos
Die Region Göttingen Freiluftgottesdienst mit Flamingos
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18:08 24.06.2019
Flamingos auf dem Rasen vor der Corvinuskirche Quelle: lh
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Göttingen

Dem Singgottesdienst der evangelischen Corvinusgemeinde Göttingen zur Verabschiedung der Schulanfänger war nicht nur ein ziemlich bunter Spendenaufruf vorausgegangen, sondern auch ein Polizeieinsatz – und der war auch am Sonntag noch Thema.

Pastorin Anke Well hatte in der Nacht zu Pfingstmontag 28 pinkfarbene Plastik-Flamingos im Garten der Familie eines Kirchenvorstehers abgestellt. Sie sollten Teil einer Spendenaktion zur Erneuerung des Gemeindesaals sein. Das konnten die Nachbarn des Kirchenvorstehers nicht wissen – und riefen ob der Flamingo-Schar im Garten die Polizei. Die Beamten nahmen daraufhin die Plastikfiguren in Gewahrsam und lösten den Fall: Die Aktion entpuppte sich als verrückter Spendenaufruf.

Aufmerksamkeit steigern

„Ich nehme neben meiner Ausübung als Pastorin auch an einer Fundraising-Ausbildung teil“, erklärt Well. Man müsse den Aufmerksamkeitspegel auf sich lenken. Mit ungewöhnlichen Spendenaufrufen habe sie bereits 9000 Euro für neue Türknäufe und 12000 Euro für neue Fenster der Kirche sammeln können. Die Fertigstellung der Fenster dauert Well zufolge allerdings noch drei bis vier Jahre. Die pinkfarbenen Plastik-Flamingos standen während des Freiluftgottesdienst gut sichtbar auf der Rasenfläche der Corvinuskirche.

Natürlich kann durch eine einzige Aktion nicht das gesamte Budget erreicht werden, dennoch hilft es, um sich bemerkbar zu machen, erklärt Well. 10000 Euro benötige die Kirche für die Erneuerung des Gemeindesaals. „Die Mittel zur Um- und Neugestaltung der Kirchenräume werden weniger“, so Well. Wieviel Geld allein durch die Flamingo-Spendenaktion, bei der zu einer Spende von mindestens einem Euro pro Flamingo aufgerufen wurde, eingenommen wurde, sei noch unklar.

„Das Ostviertel ist wie ein eigener Wohnort“, sagt Well. Die Corvinuskirche sei vornehmlich für die Menschen aus derselben Wohngegend. „Natürlich ist jeder andere hier auch willkommen, aber die Kinder sollen von hier aus mit dem Turnbeutel zu Fuß nach Hause gehen können.“ Rund um die Kirche sei es sehr wohnfreundlich und ruhig befahren. „Die Kirche soll für Mitglieder wie die gute Stube des Ostviertels sein“, so Well.

Platz für Spaß und Freude im Leben

Rund 50 Personen, davon mehr als 15 Kinder, nahmen am Singgottesdienst unter freiem Himmel teil. Bei strahlendem Sonnenschein spielten der Posaunenchor der St.-Johannis-Kirche und der Corvinus-Gospelchor unter der Leitung von Kerstin Herbold-Plaisir. Die meisten Anwesenden suchten schnell Schutz im Schatten, sangen aber dennoch lautstark mit. Von der Rosenkanzel aus predigte Well über die Freude im Leben, die nicht verloren gehen darf. Passend dazu wurde das geistliche Sommerlied von Paul Gerhardt „Geh aus, mein Herz, und suche Freud“ gesungen. „Was macht Ihnen wirklich Freude?“, fragte Well die Anwesenden. Niemand sollte sich von Deadlines und Stress beeinflussen lassen. Mit dem Glauben an Gott ließen sich selbst Durststrecken im Leben überwinden. „Es muss Platz sein im Leben für Spaß und Freude, selbst wenn der Sommer verregnet sein sollte.“

Von Lisa Hausmann

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