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Göttingen DLRG-Ortsgruppe Göttingen leistet Wachdienst am Wendebachstausee
Die Region Göttingen DLRG-Ortsgruppe Göttingen leistet Wachdienst am Wendebachstausee
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17:36 23.07.2013
Mit stetem Blick aufs Wasser (v.l.): Wachleiter Rolf Nietzold mit Wachhelfer Florian Fischer. Lukas Gröne unterstützt sie.
Mit stetem Blick aufs Wasser (v.l.): Wachleiter Rolf Nietzold mit Wachhelfer Florian Fischer. Lukas Gröne unterstützt sie. Quelle: Heller
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Reinhausen

Bei 31 Grad ist es ein schöner Sommertag, 24 Grad warm ist das Wasser, zeigt die Anzeigetafel am Wachhaus um 13 Uhr an. Ideales Badewetter. Doch richtig voll sei es nicht, räumt Nietzold ein. Auf etwa 250 Besucher schätzt DLRGler Hendrik Hofmann. Viele liegen auf der Wiese und sonnen sich, andere tummeln sich im Wasser. Für sie wurde der Wachdienst eingerichtet.

Zum Ernstfall sei es hier noch nie gekommen, berichtet Nietzold. Die Leute kämen, weil sie ein Pflaster benötigten oder wegen anderer Kleinigkeiten. Im vergangenen Jahr musste Nietzold gleich bei seinem ersten Dienst den Krankenwagen rufen. Eine Mutter kam mit ihrem Sohn zu ihm. Der war im Wasser auf Glasscherben getreten und hatte sich so schlimm geschnitten, dass Nietzold vor Ort nicht helfen konnte.

Stelle derzeit kommissarisch versehen

Für den See im Naherholungsbereich des Zweckverbands Erholungspark Wendebach stelle der Verband, sagt Nietzold. So sehe er es gern, wenn die Ortsgruppe bei Betrieb mit ihrem Wachdienst da sei. „Da wir alle ehrenamtlich arbeiten, ist das nicht immer möglich“, räumt Nietzold ein. Von 12 bis 18 Uhr erstrecke sich in der Regel der Wachdienst des DLRG, erklärt Michael Lieff. Er ist zuständig für Öffentlichkeitsarbeit. An sehr schönen Tagen könne es sein, dass der Wachdienst schon um 10 beginne und bis 20 Uhr ausgedehnt werde. Wachleiter und Wachhelfer stellen eine Schicht. Optimal sei, wenn ein zweiter Wachhelfer dabei sei. Für den Wachplan sei bei der DLRG der Technische Leiter Einsatz zuständig. Die Stelle werde derzeit kommissarisch versehen. „Da wir personelle Engpässe haben, versuchen wir, das gemeinsam zu organisieren“, sagt Nietzold.

Wachhelfer kann man mit 16 Jahren mit Rettungsschwimmschein in Bronze werden. Der Wachleiter muss 18 Jahre alt sein und den Rettungsschwimmschein in Silber und einen Erste-Hilfe-Schein besitzen. Die Ortsgruppe hat derzeit 370 Mitglieder. In den vergangenen drei Jahren sei sie um 70 Mitglieder gewachsen, sagt Nietzold nicht ohne Stolz. „Wir haben sehr guten Nachwuchs“, ergänzt er mit Blick auf die Jugendlichen.

An diesem Nachmittag treffen sich rund 20 Aktive zu Rettungsübungen. Schwimmtrainer Hendrik Hofmann zeigt den Umgang mit dem Rettungsbrett. In einem Fall demonstriert er, wie er das rettende Brett zwischen Unfallopfer und sich selbst schiebt. Mit diesem Kniff könne sich der Retter vor einem Ertrinkenden in Panik schützen. Mit geübten Griffen hebelt Hofmann erst Magdalena Becker auf das Brett, dann spielt ein anderer das Opfer. Regelmäßig wird laut Nietzold geübt. An einem Nachmittag wie diesem seien die Voraussetzungen ideal.

Vorbereitung für den Dienst im Meer

„Die Jugendlichen müssen langsam an die Aufgabe herangeführt werden.“ Wichtig sei, dass sie auch Spaß daran hätten. Den Wachdienst am See sieht Nietzold als Vorbereitung für den Dienst im Meer, den Hendrik Hofmann, Michael Franke und Dominic Maßmeyer gerade hinter sich haben. Und an diesem Nachmittag wird nicht nur geübt. Beim „Vater vom Wendebach“, Adolf Lippold, dürfen sich die Jugendlichen etwas zu Essen holen. In seinem Imbisswagen sorgt der ehemalige Bürgermeister von Stockhausen mit seiner Frau für die Besucher, und das seit 1981. Genauso lange gebe es auch den Wachdienst von der DLRG, sagt er.

Info: Sicher baden

  1. Nicht erhitzt ins Wasser springen
  2. Nie in unbekannte Gewässer springen. Strömungen oder Hindernisse können lebensgefährlich sein.
  3. Das Baden in Flüssen ist wegen Strömungen, Brückenpfeilern und Sogwirkungen besonders gefährlich.
  4. Auch nach warmen Tagen sind tiefere Gewässer wie Baggerseen immer noch kalt. Das kann lebensgefährlich werden.
  5. Luftmatratzen, Schlauchboote und Gummitiere können leicht abgetrieben werden.
  6. Vor dem Baden nicht essen und vor allem keinen Alkohol trinken.

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Von Ute Lawrenz

goettingen.dlrg.de