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Göttingen Decken für frühgeborene Kinder im Göttinger Klinikum
Die Region Göttingen Decken für frühgeborene Kinder im Göttinger Klinikum
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11:55 26.07.2018
Miniquilts für Frühchen: Die Nährunde fertigt im Senioren- und Pflegezentrum Luisenhof kleine Decken für frühgeborene Kinder im Uniklinikum an. Die Corinna Morys-Wortmann (links), Karl-Heinz Kiel und Hiltrud Sürmann. Quelle: Niklas Richter
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Göttingen

Die Idee, sogenannte Miniquilts als Patchworkarbeiten herzustellen, hatte die damalige Vorsitzende des Pfarrgemeinderates Corinna Myors-Wortmann. Sie hatte zuvor einen Bericht über die Herstellung von Miniquilts in Amerika gehört. „Mir hat die Idee gut gefallen, auch weil ich selbst gern nähe und sich so mein Hobby mit etwas verbinden konnte“, berichtet Myors-Wortmann.

Decken sind kostenlos

Die Decken werden kostenlos an Eltern frühgeborener Kinder im Göttinger Universitätsklinikum abgegeben. „Die Familien sind meistens allein. Und die Decke ist ein Geschenk, was ihnen auf jeden Fall bleibt“, sagt Myors-Wortmann. Mittlerweile sind es bis zu sechs Frauen, die sich an der Aktion beteiligen. Die Frauen treffen sich aber nicht allein, sondern erhalten bei der Anfertigung der Decken Unterstützung von den Bewohnern des Senioren- und Pflegezentrums Luisenhof in Göttingen.

„Bis zur Schließung des Paulusstiftes im vergangenen Jahr haben wir mit den dortigen Bewohnern zusammengearbeitet“, sagt Myors-Wortmann. Ebenso wie jetzt im Luisenhof habe es sich auch dort um eine Abendveranstaltung gehandelt, denn tagsüber gebe es zahlreiche Angebote für Bewohner. Doch nach dem Abendessen hätten sie selten die Gelegenheit, etwas anderes zu machen, als sich auf ihrem Zimmer aufzuhalten.

Stoffe als Spenden

Die Aufgabe der Teilnehmer aus dem Luisenhof bestehe darin, das Muster für die Decken zu legen, die später von Myors-Wortmann und den Frauen zusammengenäht werden. Die Quadrate und Streifen, die für die Decken verwendet werden, haben Myors-Wortmann, Hiltrud Sürmann und Brigitte Kronhardt sowie die weiteren Betreuerinnen der Nährunde bereits im Vorfeld zurechtgeschnitten.

„Die Stoffe, die wir nutzen, bekommen wir gespendet“, berichtet Myors-Wortmann. Bevor die Bewohner mit dem Legen der Muster beginnen, sortieren die Helferinnen zunächst die Stoffe nach Farben. „Während des Treffens legen die Bewohner die Muster und wir fotografieren diese ab und nähen sie später zusammen, fügen eine Abschlusskante und die Rückseite hinzu“, erklärt die ehemalige Vorsitzende des Pfarrgemeinderates.

Klare Vorstellungen, wie Decken aussehen sollen

Sürmann, die mittlerweile Vorsitzende des Pfarrgemeinderates ist, hatte zwar schon vor ihrer Amtszeit von der Nähgruppe gehört, aus verschiedenen Gründe aber nicht teilnehmen können. Außerdem sei, obwohl sie gern nähe, Patchwork zunächst nichts für sie gewesen. Doch mittlerweile habe sie viel Spaß an der Gruppe, vor allem weil die Bewohner viel Kreativität zeigen würden und etwas zum Anfassen entstehe.

„Sie haben in der Regel klare Vorstellungen davon, wie ihre Decke später aussehen soll“, sagt Sürmann. Für sie selbst sei die Nährunde zudem eine gute Gelegenheit, Zeit mit Freundinnen zu verbringen. Kronhardt ist erst seit drei Monaten dabei, sie wurde von Sürmann angesprochen, ob sie nicht Interesse habe, sich an der Aktion zu beteiligen, weil sie früher Teddys genäht hat. „Mir macht die Runde Spaß“, sagt sie.

Im August Übergabe ans Klinikum

Auch die Bewohner, die sich an der Nährunde beteiligen, haben nach eigenen Angaben Spaß. Die Gründe, warum sie an der Runde teilnehmen, sind vielfältig. Einer Bewohnerin gefällt die Patchworktechnik. Eine weitere hat früher häufig selbst genäht und ist daher glücklich, dass sie auch jetzt noch ihr Hobby ausüben kann.

Die Decken, die bei den monatlichen Nährunden entstehen, sollen im August wieder an die Frühchenstation im Klinikum übergeben werden. „Dort verteilen die Schwestern die Decken dann an die Familien“, erklärt Myors-Wortmann.

Von Vera Wölk

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