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Göttingen Demo gegen die Abschiebung eines Fußballers des I. SC Göttingen 05
Die Region Göttingen Demo gegen die Abschiebung eines Fußballers des I. SC Göttingen 05
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20:03 09.09.2019
Kundgebung gegen die Abschiebung eines Fußballers aus der dritten Mannschaft des I. SC Göttingen 05 Quelle: Warda
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Göttingen

Suleiman Baghit Yahya aus dem Sudan sitzt in Abschiebehaft in Hannover-Langenhagen. Protestiert haben gegen die Abschiebung des Fußballers aus der dritten Mannschaft des I. SC 05 am Montag 130 Abschiebungsgegner. Bei einer Kundgebung vor dem Alten Rathaus wurde die Abschiebepraxis als unmenschlich bezeichnet.

Die Dublin-Verordnung, nach der ein Asylantrag im EU-Ankunftsland gestellt werden muss, bedeute in der Praxis, „dass Menschen wie auf einem Schachbrett hin- und hergeschoben werden“, sagte ein Mitglied des Bündnisses gegen Abschiebungen. Das Bündnis hatte die Kundgebung zusammen mit der dritten Mannschaft des I. SC 05 organisiert.

Demo in Göttingen gegen die Abschiebung eines 05-Fußballers

Gegründet, um geflüchteten Menschen zu helfen

Für die Fußballer machte Simon Volpers deutlich, dass die dritte Mannschaft, in der er selbst spielt, vor einiger Zeit unter anderem gegründet worden war, um geflüchteten Menschen dabei zu helfen, die Fluchterfahrungen zu vergessen und den Alltag zu meistern. „Wir haben schon einmal einen Spieler verloren, der kein Asyl erhalten hat und daraufhin mit seiner Familie in den Kosovo gekommen ist“, sagte er. Yahya, der nach Italien abgeschoben werden soll, hatte mittrainiert, jedoch keine Aufenthaltserlaubnis und durfte deshalb keine Spiele bestreiten.

Es gehe ihnen darum, Öffentlichkeit herzustellen, „denn alle Abschiebungen sind ein Verbrechen“, sagte ein Bündnis-Mitglied. Nach seinen Informationen sei ein Roma, der in Göttingen gelebt habe und abgeschoben wurde, im Kosovo ermordet worden. Im Anschluss an die Kundgebung folgte ein Protestmarsch durch die Innenstadt. „Abschiebung ist Folter, Abschiebung ist Mord, Bleiberecht für alle, jetzt und sofort“, wurde skandiert.

Von Eduard Warda

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