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Göttingen Demografiebeirat Göttingen nimmt Arbeit auf
Die Region Göttingen Demografiebeirat Göttingen nimmt Arbeit auf
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19:16 01.07.2013
Von Jörn Barke
Leerstände in Dörfern: auch in Adelebsen ein Thema. Quelle: Hinzmann
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Göttingen

„Gerade weil der demografische Wandel fast alle Lebens- und Politikbereiche betrifft, müssen Prioritäten herausgearbeitet und gesetzt werden“, erläutert Meyer.

Der Demografiebeirat besteht aus 26 Mitgliedern. Ihm gehören unter anderem Landrat Bernhard Reuter (SPD), Kreisrätin Christel Wemheuer und 20 Vertreter aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen an. Darunter sind laut Landkreis Vertreter der im Kreistag vertretenen Parteien, der Gemeinden im Landkreis, aus Fachnetzwerken, Kirchen, Wohlfahrtsverbänden, Wirtschaft, Vereinen, Verbänden und Wissenschaft.

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Gefährdung durch wegbrechende Infrastruktur

„Mit dem Beirat schafft der Landkreis Arbeitsstrukturen, die nachhaltig die Auswirkungen des demografischen Wandels gestalten können. Ziel ist ein hohes Maß an Lebensqualität in allen Gebieten, Dörfern und Städten aufrecht zu erhalten“, sagt Meyer. Die Risiken werden laut Landkreis vor allem im „Ausbluten der Dorfkerne“ und im Umgang mit den Leerständen gesehen. Die wegbrechende Infrastruktur in den Bereichen Mobilität, Nahversorgung und medizinischer Versorgung gefährde die Versorgung im Krankheits- und Pflegefall. Darunter litten besonders die allein wohnenden älteren Menschen.

Slogan „Weniger ich, mehr wir“

„Die Lösungsansätze liegen im Dialog und in der Vernetzung in den Dörfern, zwischen den Dörfern und darüber hinaus im Bündeln der Kräfte“, sagt Meyer, die dem Generationendialog ein große Bedeutung beimisst. Der Slogan „Weniger ich, mehr wir“ könne eine gute Beschreibung für eine neue Bürgerbewegung im ländlichen Raum werden. Der Wandel zu mehr Gegenseitigkeit und Nachbarschaftlichkeit  könne in kleinen überschaubaren Räumen stattfinden, im Dorf oder im Stadtteil, so Meyer.

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