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Göttingen Demolierter Zaun – fünf Pferde verschwinden
Die Region Göttingen Demolierter Zaun – fünf Pferde verschwinden
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17:51 17.07.2009
Ausflug beendet: Hoferichter, Meschede und Deistung (von links) reiten die Ponys zurück ins Bratental.
Ausflug beendet: Hoferichter, Meschede und Deistung (von links) reiten die Ponys zurück ins Bratental. Quelle: Hinzmann
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Der Anblick der kleinen Pferde auf einer Weide im Bratental war dem Göttinger Detlef Friedrich vertraut. Alle fünf hatte er während seiner Spaziergänge schon fotografiert. Mit Schrecken registrierte er deshalb vor einigen Tagen das Verschwinden der Tiere. An der Weide traf er an dem Morgen auf Myra Meschede, eine der Betreuerinnen der Vierbeiner während des Urlaubs ihrer Besitzerin, die nach den verschwundenen Ponys suchte. Friedrich lieh ihr sein Mobiltelefon für einen Anruf bei der Polizei.

„Gestern habe ich die Pferde noch gesehen“, berichtet die Göttingerin. Am Morgen darauf waren sie weg, „der Zaun durchschnitten und ein Knoten gelöst.“ Meschede geht davon aus, dass Unbekannte den Elektrozaun beschädigt und die Pferde vertrieben haben müssen. „Normalerweise bleiben sie eher in der Nähe ihrer Weide.“ Ähnliches sei in der Region bereits vorgekommen, „nur hatte damals jemand Schafe und Kühe von der Weide gelassen“, so Meschede.

Galopp am Waldrand

Bis zur abgelegenen Göttinger Siedlung Deppoldshausen wanderten die Tiere. Dort sah abends gegen 21 Uhr die Pferdehalterin Bettina Deistung „fünf Pferde ohne Reiter am Waldrand entlanggaloppieren“. Bewaffnet mit zwei Halftern machte sich die Reiterin auf den Weg, die fremden Reitponys und das Kaltblut einzufangen. „Ich hatte Angst, dass sonst etwas passiert.“ In den Wald hinein folgte sie den Hufspuren, bis sie dem Grüppchen schließlich gegenüberstand. Es gelang ihr, zwei der Tiere einzufangen, die übrigen folgten bis zur Weide neben Deistungs Haus. Anschließend informierte die Deppoldshäuserin die Göttinger Polizei.

Auf diesem Weg erfuhren tags darauf Meschede und Regina Hoferichter, eine Freundin der Besitzerin, dass die Schecken Babsi und Twister, der Braune Fresco, Kaltblut Felix und Schimmel Nelli gefunden und in guten Händen waren. Am Nachmittag fuhren die beiden Frauen nach Deppoldshausen, um die fünf Ausreißer wieder auf die eigene Weide zurückzureiten. Deistung unterstützte Meschede und Hoferichter im Sattel eines dritten Tieres. Zwei der Ponys liefen als Handpferd mit. Für ihren Einsatz bei der Pferderettung bedankten sich Meschede und Hoferichter bei der Deppoldshäuserin: „Wir sind so froh, dass die Tiere nicht auf der Straße gelandet sind.“

kk

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