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Göttingen Oberschule in Hattorf soll eigenständig bleiben
Die Region Göttingen Oberschule in Hattorf soll eigenständig bleiben
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10:47 07.03.2018
Schüler, Lehrer und Eltern der Oberschulen Hattorf und Badenhausen haben am Dienstagnachmittag vor dem Göttinger Kreishaus demonstriert. Quelle: Foto: Hinzmann
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Göttingen

Die Oberschule Hattorf soll weiter als eigenständige Schule geführt werden. Das hat der Göttinger Kreisausschuss am Dienstag mehrheitlich beschlossen. Vor dem Kreishaus hatten während der Sitzung etwa 180 Schüler, Lehrer und Eltern demonstriert.

Während draußen der Schlachtruf „Lasst die Schulen im Altkreis stehen, sonst werden wir uns wiedersehen“ skandiert wurde, beriet drinnen die Politik über die Zukunft ihrer Oberschule. Auf Grundlage der jüngsten Elternbefragung hatte zuvor die Verwaltung vorgeschlagen, Hattorf und Herzberg zu einer Oberschule mit zwei Standorten zusammenzufassen und die Außenstelle Wulften zu schließen. Wegen zu geringer Schülerzahlen seien langfristig auch andere Standorte – darunter Badenhausen oder Bad Sachsa – nicht zu halten, war im Verlauf der jüngsten Schulausschusssitzung zu hören.

Schüler und Eltern demonstrieren vor dem Kreishaus

Entsprechend warfen die Demonstranten dem Landkreis am Dienstagnachmittag vor, er lasse die Schulen im Altkreis Osterode ausbluten. „Göttingen ist weit weg – wir sind für Euch nur Dreck“, war auf einem der vielen Transparente zu lesen, die Schüler und Eltern in die Luft hielten. Als Landrat Bernhard Reuter (SPD) und Kreisrat Marcel Riehtig (SPD) gegen 15 Uhr eine erstes Mal vor die versammelten Demonstranten traten, schlug ihnen dementsprechend noch ein Trommel- und Pfeifkonzert entgegen.

Dirk Pejril, Sprecher der Hattorfer Initiative erklärte zu diesem Zeitpunkt: „Wir erwarten hier heute eine klare Botschaft, dass wir in die Zukunft blicken können. Wenn das nicht kommt, geht der Protest weiter.“ Die Anwesenden mussten noch bis um kurz nach 17 Uhr warten, bis der Landrat ein zweites Mal vor die Tür trat. Dieses Mal herrschte Stille, keine Trommeln, keine Pfeifen. Der Kreisausschuss habe mehrheitlich beschlossen, dass die Oberschule Hattorf erhalten bleibe, solange sich mindestens 29 Schüler in den fünften Jahrgängen anmelden, verkündete Reuter. Die Spannung löste sich – Jubel brandete auf. „Jetzt kann die Schule beweisen, dass sie wirklich so gut ist, wie Sie behaupten.“

Grundlage für die Entscheidung war ein Änderungsantrag, den die Mehrheitsgruppe von SPD, Grünen und FWLG im Kreisausschuss vorgelegt hatte. Danach soll für die Außenstelle Wulften nach Ablauf des Schuljahres 2018/19 Schluss sein und zusätzlicher Platzbedarf für die Hattorfer Schüler mit einer Außenstelle in Herzberg gedeckt werden. Außerdem wurde die Verwaltung beauftragt, nach Vorliegen der Schüler-Anmeldezahlen die laufende Schulentwicklungsplanung fortzuschreiben.

Die Oberschule Badenhausen sei nicht Gegenstand der Beratung gewesen, erklärte Reuter. Nach der jetzigen Entscheidung ergebe sich hier aber eine Indizwirkung. Meint: Solange auch in Badenhausen die Zweizügigkeit gewährleistet bleibt, ist der Standort sicher. Während zufriedene Demonstranten in ihre Busse in Richtung Hattorf stiegen, kommentierte Pejril knapp: „Ich bin zufrieden.“

Von Markus Scharf

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