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Göttingen Rund 300 Demonstranten protestieren gegen Unterkunft Siekhöhe
Die Region Göttingen Rund 300 Demonstranten protestieren gegen Unterkunft Siekhöhe
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00:19 15.05.2018
Demonstration für die Unterbringung von Flüchtlingen im ehemaligen Goethe-Instituts-Wohnheim und für Schließung der Unterkunft an der Siekhöhe. Quelle: Screenshot
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Göttingen

„Feuer und Flamme der Repression – Straffreiheit für alle Hausbesetzer“, so stand es auf einem der Transparente, die die Demonstranten trugen. Unter dem Motto „Sozialer Wohnraum statt Lagerunterbringung – Siekhöhe schließen“ forderten sie zudem erneut, dass die Flüchtlinge der Unterkunft an der Siekhöhe in dem Gebäude am Fridtjof-Nansen-Weg untergebracht werden. Dort war vor kurzem das Goethe-Institut ausgezogen.

Rund 70 junge Leute hatten das leerstehende Wohnheim am 30. April besetzt, eine Woche später wurde es von der Polizei geräumt. Die Immobilie gehört der Stadt Göttingen, sie möchte das Wohnheim und die angrenzende Villa verkaufen. Die Besetzer fordern, dass dort Flüchtlinge aus dem Lager Siekhöhe einziehen. Am 15. Mai entscheidet der Sozialausschuss des Göttinger Stadtrates, wie lange die Sammelunterkunft weiter betrieben wird.

„Basisdemokratische Linke Göttingen“ unterstützt die Hausbesetzer

Auch die „basisdemokratische Linke Göttingen“ unterstützt die Hausbesetzer. An der Jacobikirche hielt eine Sprecherin der Linken eine kurze Rede. Seit Anfang 2016 betreibe die Stadt Göttingen die umgebaute Lagerhalle an der Siekhöhe als Flüchtlingsunterkunft. „Im November 2017 wurde bereits zugesichert, diese bis Ende 2018 zu schließen“, so die Sprecherin. Die Siekhöhe sei „ein Exempel für die Zumutungen, denen Menschen in Gemeinschaftsunterkünften ausgesetzt werden“. Nach Meinung der Stadtverwaltung gibt es kein Alternative zur Siekhöhe. Die Immobilie im Ostviertel will die Stadt verkaufen.

Die Demonstranten forderten die „sofortige Schließung der Siekhöhe“, die „dezentrale Unterbringung von Flüchtlingen, die „konsequente Nutzung von vorhandenem Leerstand als Wohnraum“ und die „sofortige Rücknahme der Strafanträge gegenüber den Hausbesetzern“.

Von Britta Bielefeld

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