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Göttingen Friedlicher Start ins neue Jahr
Die Region Göttingen Friedlicher Start ins neue Jahr
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08:38 01.01.2018
   Quelle: Arne Bänsch
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Göttingen

Zum zweiten Mal hatte die Stadtverwaltung ein Böllerverbot in der Innenstadt verhängt. Es wurde in diesem Jahr weitgehend eingehalten, nur vereinzelt wurde ein Feuerwerkskörper innerhalb des Walls gezündet. Die Polizei war mit einer überall sichtbaren  Einsatzstärke unterwegs. Am Markt und in den zentralen Straßen standen etliche Fahrzeuge, weitere rollten durch die Straßen.

Vor allem Sicherheit im Blick

“Bis jetzt ist alles weitgehend ruhig geblieben”, sagte die Pressesprecherin der Polizei, Jasmin Kaatz, gegen 1 Uhr. Das war das Ziel, das Einsatzleiter Rainer Nolte am Abend so formulierte. Mitarbeiter von Polizei und Ordnungsamt waren den Abend über mit mehreren Teams in den Straßen der City unterwegs, um Bürger auf das Böllerverbot hinzuweisen. Flugzettel in fünf Sprachen wurden verteilt, vielen ausländischen Bürgern war das Böllerverbot noch nicht bekannt. Die Polizei, so erklärte Nolte, hatte aber nicht nur Böller im Blick, sondern vor allem die Sicherheit der Bürger. Überall, wo größere Menschenmengen zusammen kamen, waren die Uniformierten vor Ort.

Quelle: Arne Bänsch

Um Mitternacht hatten sich nur knapp 200 Menschen am Markt versammelt, einige hatten zuvor im Bullerjahn gefeiert. Mit Sekt und Wunderkerzen wurde das neue Jahr begrüßt.
Deutlich lauter tging es am Albaniplatz zu. Da er außerhalb des Walls liegt, durfte dort Feuerwerk gezündet werden, einige Hundert Böllerfreunde trafen sich dort. Pünktlich um Mitternacht aber setzte Dauerregen ein, der die Göttinger wieder in die Häuser trieb. Gegen 1 Uhr waren die Straßen der Stadt relativ leer - zumal viele Kneipen und Restaurants geschlossen hatten. Nur einige Partys und Lokale boten den Feiernden noch Spaß bis in die Morgenstunden.

In der fortlaufenden Nacht musste die Polizei mehrfach ausrücken, um bei Auseinandersetzungen zu schlichten. Dabei habe es auch einige Körperverletzungen gegeben, sagte ein Polizeisprecher am Morgen und fügte an: "das Übliche halt".   

Arbeitsreicher Abend für die Feuerwehr

Die Feuerwehr hatte unterdessen jede Menge zu tun. Binnen vier Stunden, so ein Sprecher der Göttinger Berufsfeuerwehr gegen 1.30 Uhr, mussten die Einsatzkräfte im Landkreis zu 26 Bränden ausrücken. Zu diesem Zeitpunkt mussten sie einen Scheunenbrand in Laubach und einen Zimmerbrand in der Göttinger Sollingstraße löschen. Dabei sei die Feuerwehr aus einer Gruppe mit etwa 50 bis 60 Personen heraus mit Feuerwerkskörpern beworfen und massiv bei ihrer Arbeit behindert worden. Erst als mehrere Polizisten den Bereich geräumt haben, hätten die Löscharbeiten fortgesetzt werden können, so ein Polizeisprecher. 

Von Britta Bielefeld und Ulrich Schubert

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