Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Göttingen „Desaster“ oder „nicht optimal“?
Die Region Göttingen „Desaster“ oder „nicht optimal“?
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:56 22.02.2017
Mehr Einsätze als im Vorjahr und eine Fahrzeughalle ohne Heizung: Die Ortsfeuerwehr Göttingen-Stadtmitte hat auf ihrer Jahreshauptversammlung Bilanz gezogen. Quelle: R
Anzeige
Göttingen

Zu 27 Brandeinsätzen musste die Ortsfeuerwehr Göttingen-Stadtmitte im Jahr 2016 ausrücken. Das sei eine Steigerung von mehr als zehn Bränden im Vergleich zum Vorjahr, sagte Ortsbrandmeister Kai Schmidt während der Jahreshauptversammlung der Ortsfeuerwehr. Allerdings sei der Zustand der alten Fahrzeughalle ein „Desaster“, erklärte Martin Schäfer, Leiter der Göttinger Berufsfeuerwehr. Daher sei geplant, einen Antrag auf Neubau einer Fahrzeughalle zu stellen. sagte Stadtbrandmeister Holger Lehrum,

„Die Situation für die Ortsfeuerwehr Stadtmitte ist nicht optimal“, sagt Detlef Johannson, Verwaltungssprecher der Stadt Göttingen, „aber sie ist keine Katastrophe.“ Erst vor ein paar Jahren seien im benachbarten Gebäude der Musa Umkleiden und Duschräume für die Feuerwehrleute geschaffen worden, die allen Anforderungen genügten. „Natürlich ist es komfortabler, wenn sich Umkleiden, Duschen und Fahrzeughalle unter einem Dach befinden“, erläutert Johannson, „da kann man die Forderung aus Feuerwehrsicht gut nachvollziehen.“ Dennoch werde es bei der derzeitigen Lösung bleiben. Die Fahrzeughalle werde mit einem Einzelgasofen beheizt, um sie frostfrei zu halten. „Nicht mehr, aber auch nicht weniger.“

Anzeige

Mehr Bauchschmerzen bereitet der Verwaltung die Sorge, dass durch die Forderung der Ortsfeuerwehr Stadtmitte der Eindruck entstehen könnte, dass der Rat und die Verwaltung die Freiwilligen Feuerwehren im Stich lassen würden. „Das ist mitnichten der Fall“, sagt Johannson. In den vergangenen Jahren seien „erhebliche städtische Mittel“ in die Feuerwehrhäuser in Grone, Holtensen, Elliehausen und Nikolausberg geflossen. Hinzu kämen ein Neubau in Weende und ein Umbau in Esebeck. „Aber“, ergänzt Johannson, „nicht alle Wünsche lassen sich erfüllen.“

Von Yannick Höppner