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Göttingen Deutsche Staatsbürgerschaft für GSO-Chef Mueller
Die Region Göttingen Deutsche Staatsbürgerschaft für GSO-Chef Mueller
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00:18 21.12.2017
GSO-Chefdirigent Mueller freut sich über seine Einbürgerung im Göttinger Kreishaus. Mit dabei: der Dirigenten-Gartenzwerg
GSO-Chefdirigent Mueller freut sich über seine Einbürgerung im Göttinger Kreishaus. Mit dabei: der Dirigenten-Gartenzwerg Quelle: Peter Heller
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„Ich fühle mich hier sehr wohl und ich verdanke Deutschland für meine künstlerische Arbeit sehr viel“, sagte Mueller. Der in Peru geborene Schweizer Mueller lebt seit 1996 in Deutschland. Er wolle gesellschaftlich noch aktiver sein und „emotional die Schweizer und die Deutschen Lebenshälften zusammen führen“, sagte Mueller zu seinem Antrag auf Einbürgerung. Mueller behält weiterhin auch die Schweizer Staatsbürgerschaft.

„Generalmusikdirektor Mueller ist eine Bereicherung für die Region – als Künstler und als aktiver, engagierter Mensch“, sagte Landrat Reuter während der Feierstunde, bei der 17 weitere Frauen und Männern eingebürgert wurden. Sie stammen aus Großbritannien, Frankreich, Polen, der Russischen Föderation, dem Kosovo, Bosnien-Herzegowina, und Jordanien. „Sie haben sich entschieden, die deutsche Staatsangehörigkeit anzunehmen. In unserem Land können sich die Menschen mit ihrem jeweiligen kulturellen Hintergrund frei entfalten“, sagte Reuter

Botschafter für Stadt und Landkreis Göttingen

Eine Überraschung hatten die Musiker des GSO Lewis Forward, Liisa Karl, Johann-Sebastian Sommewr und Igor Tulchynsky vorbereitet: Sie spielten bei der Einbürgerungsfeier live die Melodie des Deutschlandliedes – ein Streichquartett von Joseph Haydn.

Reuter würdigte Mueller als Sympathieträger und Vorbild für eine offene, tolerante Gesellschaft. „Das GSO ist ein multinationales Orchester, das Göttingen unter Leitung von Chefdirigent Mueller weltweit repräsentiert. Bessere Botschafter können sich Stadt und Landkreis nicht wünschen.“

Wie er das Einbürgerungsverfahren erlebt habe, wollte Landrat Reuter vom Neubürger Mueller am Rande der Veranstaltung wissen. „Gradlinig“, lautete Muellers knappe Antwort. Er räumte aber ein, vor dem Einbürgerungstest nervös gewesen zu sein. „Darüber war ich ebenso erstaunt wie über meine kindliche Freude beim Bescheid über das Ergebnis“, sagte Mueller. Er habe den Test mit null Fehlern bestanden.

Von Michael Brakemeier

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