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Göttingen 100000 Euro von der Stiftung Denkmalschutz
Die Region Göttingen 100000 Euro von der Stiftung Denkmalschutz
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04:03 23.12.2018
Blick zum Altarraum der St. Johanniskirche. Quelle: Hans-Stefan Bolz
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Göttingen

Der Fördervertrag werde die Vorsitzende des Kirchenvorstands der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde St. Johannis zu Göttingen, Hildgund Broda, in Kürze erreichen. Die Kirche prägt die Stadtsilhouette und ist zum Wahrzeichen Göttingens geworden, teilte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) mit. Die Johanniskirche gehört zu den mehr als 390 Projekten, die die private Stiftung mit Spenden und aus Mitteln der Lotterie Glücks Spirale allein in Niedersachsen fördern konnte.

Die Stadtkirche entstand als dreischiffige Hallenkirche aus Rotsandstein. Die ursprüngliche Bauidee ist trotz zahlreicher Umbauten und Veränderungen im Laufe der Jahrhunderte weitgehend erhalten geblieben. Im Dach und im spätromanischen Portal der Nordfassade mit der ehemals grün-weiß-rot gefassten Archivolte sind Teile eines Vorgängerbaus wiederverwendet worden, heißt es in der Beschreibung der Stiftung Denkmalschutz.

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Laubwerk am Portal

Das Südportal mit Laubwerk wurde nachträglich eingefügt. Den nördlichen Turmaufsatz prägen gotische, den südlichen barocke Stilelemente. 1792 wurden die Chormauern um etwa drei Meter erniedrigt und die Gewölbe entfernt. Eine Regotisierung erfolgte von 1895 bis 1897. Dabei wurde der Chor durch das Einstellen eines Freipfeilerpaars als Umgangschor umgedeutet, die Fenstermaßwerke und das untere Kaffgesims erneuert.

Die Rats- und Marktkirche in der Göttinger Altstadt soll künftig als Hauptkirche Göttingens verstärkt als städtische Kulturkirche dienen. Dazu soll der Innenraum denkmalgerecht saniert und die Kirche so umgebaut werden, dass sie zu einem modernen Veranstaltungsraum wird.

Türmer und Brandstifter

Von 1389 bis 2001 bewohnte zunächst ein Turmwächter, zuletzt Studenten den Nordturm von St. Johannis. Die Wohnung war zeitweise Zwischenstation der weltweit ersten elektromagnetischen Verbindung, die die Professoren Weber und Gauß im 19. Jahrhundert zwischen der Sternwarte und dem physikalischen Institut spannten.

Im Januar 2005, kurze Zeit nach der gerade fertiggestellten Sanierung, wurde der Nordturm der Kirche durch Brandstiftung zerstört. Zwei Jugendliche legten das Feuer, das einen Schaden von mehr als 3 Millionen Euro verursachte.

Von Angela Brünjes

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