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Göttingen Fusion mit Einbeck - Wird der DRK-Kreisverband noch größer?
Die Region Göttingen Fusion mit Einbeck - Wird der DRK-Kreisverband noch größer?
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15:09 13.07.2019
Das Deutsche Rote Kreuz betreibt auch Notarztfahrzeuge. Quelle: Christina Hinzmann
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Göttingen

Sogar Hans Hartmann, Präsident des Landesverbandes, war aus Hannover gekommen, ein Zeichen für die große Bedeutung der Versammlung. Hartmann berichtete von dem Strategiepapier des DRK Niedersachsen, mit dem die Organisation auf den demographischen Wandel reagieren will. In dem Konzept werde auf den steigenden Bedarf an Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen sowie an Betreuungsplätzen für Kinder reagiert werde. Auch auf zunehmende Konkurrenz solle reagiert werden. Eine Möglichkeit dazu sei beispielsweise der Ausbau von Kooperationen. Ziel ist es laut Hartmann, „das DRK noch zukunftsfähiger zu machen“.

Großer Kreisverband

Dem Kreisverband Göttingen/Northeim bescheinigte er, „fast schon ein Fusionsprofi“ zu sein. Er erinnerte daran, dass die Kreisverbände Göttinger und Northeim bereits im Jahr 2007 verbunden wurden. 2015 sei dann noch der Kreisverband Hann. Münden dazu gekommen. Jetzt also soll auch der Kreisverband Einbeck in den großen Verband Göttingen/Northeim aufgenommen werden. Hartmann lieferte dafür auch eine Erklärung: „Wer seine Kräfte bündelt, der stärkt sie.“ Die Arbeitsleistung könne so intensiviert werden und den Kreisverband konkurrenzfähiger gemacht werden. Mit Blick auf die anstehende Verschmelzung sagte Hartmann. „Der DRK Landesverband hat sie auf diesem Weg gerne begleitet.“ Sogar finanziell unterstütze der Verband diese Maßnahme und steuerte 100000 Euro aus dem Zukunftsfonds bei. Durch das Zusammengehen könne die Angebotsvielfalt ausgeweitet werden. Und: „Sie gewinnen Menschen hinzu, die sich für andere engagieren“, erklärte er den anwesenden Mitgliedern des Kreisverbandes.

Anschließend richtete Andreas Kroll, Präsident des DRK-Kreisverbandes Einbeck, das Wort an die Versammlung. Er bedankte sich bei dem Präsidium des Kreisverbandes Göttingen/Northeim. Als die Einbecker vor Monaten um Hilfe gebeten hätten, seien sie in Hannover und beim Kreisverband Göttingen/Northeim auf offene Ohren gestoßen.

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Carsten Hufenbach, DRK-Kreisverbandspräsident Göttingen/Northeim, brachte den Mitgliedern des Kreisverband Einbeck näher. Der bestehe seit 1948, umfasse 22 Ortsvereine mit immerhin 2200 Mitgliedern. „Da können wir uns zwei Scheiben abschneiden“, sagte Hufenbach. Er berichtete, dass Kroll vor Monaten angefragt habe, weil die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für einen eigenständigen Fortbestand nicht mehr gegeben seien. Hufenbach: „Aus einem Wohlfahrtsverein werden Sozialunternehmen.“ Schließlich schilderte er die Vorteile einer Verschmelzung. Der Kreisverband Einbeck verfüge über eine sehr gut aufgestellte Jugendorganisation und bringe eine Verstärkung der Bereitschaft und des Erste-Hilfe-Angebotes im Landkreis. Auch eine Hundestaffel zähle zum Kreisverband. Schließlich erhalte der Kreisverband Göttingen Northeim – so soll er auch nach der Verschmelzung weiterhin heißen – mehr Gewicht im Gespräch mit Politik und Verwaltung. Schließlich bringe die Vereinigung eine Verschlankung in der Verwaltung.

Wie geht es weiter?

Die Mitglieder des Kreisverbandes Göttingen/Northeim haben mit großer Mehrheit einer Verschmelzung zugestimmt. Allerdings müssen noch die Mitglieder des Kreisverbandes Einbeck ihr Okay geben. Dazu wird es am Montag, 15. Juli, eine außerordentliche Mitgliederversammlung mit Abstimmung geben.

Bereits geplant sind ein Workshop der Ortsvereine Göttingen und Hann. Münden am 6. September um 15 Uhr im DRK-Zentrum Göttingen und eine Arbeitstagung der Ortsvereine Northeim und im Falle einer Verschmelzung auch Einbeck. Die nächste Mitgliederversammlung ist auf den 25. Oktober um 16.30 Uhr terminiert, ausnahmsweise im Hotel Park Inn, Kasseler Landstraße in Göttingen. pek

Sollten die Mitglieder einem Zusammengehen zustimmen, so wirke die Entscheidung rückwirkend zum 31. Dezember 2018, erklärte Hufenbach. Die Präsidien der Kreisverbände empfahlen schließlich die Verschmelzung. Bei fünf Nein-Stimmen votierten die anwesenden Mitglieder des Kreisverbandes Göttingen/Northeim schließlich für eine Verschmelzung.

Von Peter Krüger-Lenz

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