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Göttingen Nach Bluttat von Grone: So geht es jetzt weiter
Die Region Göttingen Nach Bluttat von Grone: So geht es jetzt weiter
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21:40 29.09.2019
N. sitzt derzeit in der JVA Rosdorf in Untersuchungshaft. dpa
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Göttingen

Die Staatsanwaltschaft beantwortet Fragen zum Verfahren gegen Frank N., dem vorgeworfen wird, zwei Frauen brutal getötet zu haben.

Wo ist der mutmaßliche Täter Frank N. derzeit untergebracht?

Er sitzt derzeit in der Justizvollzugsanstalt in Rosdorf ein. Am Sonnabendmorgen wurde er dem Haftrichter vorgeführt.

Wie muss man sich einen solchen Termin vorstellen?

Der Haftrichter empfängt den Verdächtigen. Mit dabei ist ein Staatsanwalt und – wenn es schon einen gibt – ein Strafverteidiger. Frank N. hatte einen Anwalt dabei, der ihm riet, sich nicht zur Sache zu äußern. Aufgrund der Beweislage erließ der Haftrichter einen Untersuchungshaftbefehl wegen dringenden Tatverdachts. Weil auch die verletzte zweite Frau inzwischen gestorben ist, muss der Haftbefehl geändert werden. An der Untersuchungshaft des Verdächtigen ändert sich dadurch nichts. Er sitzt weiter ein.

Wie geht es jetzt weiter?

Am Montag wird die Autopsie der zweiten getöteten Frau durchgeführt. Die Polizei wird Zeugen befragen. Haben die Beamten die Ermittlungen abgeschlossen, schicken sie die Akten an die Staatsanwaltschaft. Die prüft dann, ob ein Verfahren eröffnet werden soll.

Wie lange kann das dauern?

Zwar gilt ein sogenanntes besonderes Beschleunigungsgebot, weil es um eine Haftstrafe geht. Dennoch kann sich diese Phase auf ein bis zwei Monate ausdehnen. Entscheidend ist der Verlauf der Ermittlungen und beispielsweise die Frage, ob ein psychiatrisches Gutachten in Auftrag gegeben wird. Die besondere Grausamkeit der Tat und das Verhalten des Verdächtigen, der sich auf der Flucht mehrfach bei der Polizei nach dem Gesundheitszustand der Getöteten erkundigte, lassen darauf schließen, das es zu einem Gutachten kommen könnte.

Wie kommt es dann zu einem Verfahren?

Wenn die Staatsanwaltschaft nach Prüfung der Polizeiakten zu dem Schluss kommt, das Anklage erhoben wird, geht das an die Schwurgerichtskammer des Landgerichts, die für Tötungsdelikte zuständig ist. Diese Kammer bekommt die Anklageschrift von der Staatsanwaltschaft und beruft die Verfahrensbeteiligten ein.

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