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Göttingen Raus mit dem Schlamm
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23:30 14.01.2018
Arbeiten zur Entschlammung des Schwanenteichs im Cheltenham-Park. Quelle: Arne Bänsch
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Göttingen

Wenn es etwas modrig riecht im Schildweg, dann liegt das an den Arbeiten, die am Dienstagmorgen im Cheltenhampark begonnen haben. Dort sind Mitarbeiter im Auftrag der Stadtverwaltung damit beschäftigt, schwarzen Schlick aus dem Schwänchenteich zu baggern, um ein Verschlammen zu verhindern. Das Material, von dem ein strenger Modergeruch ausgeht, liegt zunächst am Ufer, um Wasser ausfließen zu lassen. Demnächst wird das Material zur Deponie gebracht, teilt die Verwaltung mit.

Bis dahin können also Menschen, die etwas im See verloren haben, gucken, ob es vielleicht im Schlamm steckt. Die Ankündigung der Baggerarbeiten kommentierten einige Tageblatt-Leser auf Facebook Demnach war der Teich offenbar eine beliebte Stelle zur Entsorgung unbeliebter Klassenbücher in Göttingen. Nico Paul schrieb, das dort Klassenbücher versenkt wurden und „... ich dachte, die werden mal in 1000 Jahren von Archäologen ausgebuddelt und unsere Machenschaften für die Nachwelt festgehalten...“.Ben Sky antwortete: „Da hat meine Mutter schon Klassenbücher versenkt! Vereinfacht die Datierung. Genauer als Carbonmethoden.“ Jannis Meth meinte: „Diese Grube ist legendär. Jeder erzählt das er was anderes reinfallen lassen hat. Das wird sicherlich spannend.“ Vielleicht findet ja auch jemand ein Samsung Handy, auch das liegt laut Sarah Matin im Schwänchenteich beerdigt.

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Ein Schüler erinnert sich: „Die Jungs, die Klassenbuchdienst hatten, waren meistens auch die, die die meisten Verweise und ähnliches hatten. Wie sie an diesen Dienst gekommen sind, ist fraglich. Jedenfalls waren dann die Bücher nach besonders vielen Fehlstunden weg, sprich im Schwänchenteich.“ Um welche Schule es sich handelt, das verrät er nicht. „Das wäre unloyal meiner schönen Schule gegenüber.“

Besondere Funde im Schlamm, so teilt Detlef Johannson von der Verwaltung mit, habe man aber nicht gemacht. „Wir haben auf Höhe des Spielplatzes etwa drei Meter weit in den Teich hinein abgegraben mit dem Ziel, dort wieder einen Wasserstand von 60 Zentimetern zu erreichen“, sagt er. Ziel: Die gerade in Sommermonaten häufig auftretende Geruchsbelästigung zu mindern. Die Arbeiten sollen noch am Dienstag beendet werden.

Von Britta Bielefeld

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