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Göttingen Die heißesten Arbeitsplätze in Göttingen und Region
Die Region Göttingen Die heißesten Arbeitsplätze in Göttingen und Region
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19:33 06.08.2013
Von Katharina Klocke
Asphaltierung der Landesstraße 554 bei Lenglern: Am Arbeitsplatz von Jörg Beume und Wolfgang Kitzig herrscht große Hitze. Quelle: Hinzmann
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Göttingen / Lenglern

„Im Moment geht‘s noch, es ist ja erst Morgen“, kommentiert Rudat die Hitze an seinem Arbeitsplatz – derzeit sicher einer der heißesten in der Region.

Der Bautrupp der Firma Strabag, Direktion Hannover / Sachsen-Anhalt, hat in den vergangenen zwei Wochen auch im Stadtgebiet Göttingen diverse Straßen ausgebessert, „alte Asphaltdecken abgefräst, neue aufgetragen und zum Teil auch Gossenanlagen aufgenommen“, beschreibt Bauleiter Sebastian Kiene den städtischen Auftrag.

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„Bei der Hitze sehr unbeliebt“

Auf der Landesstraße bei Lenglern ist das Team für die niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr tätig. Auch hier muss bis Mittwoch die Asphaltdeckschicht in beiden Fahrtrichtungen erneuert werden.

„Teerarbeiten sind bei der Hitze sehr unbeliebt“, meint Strabag-Mitarbeiter Frank Beume. Bei Lenglern sitzt er in der Kabine der Asphaltmaschine, seine Kollegen Wolfgang Kitzig und Ronny Kowalski kontrollieren links und rechts den Materialauftrag.

Dampfend kommt der klebrige Straßenbelag mit 160 Grad aus der Maschine und strahlt zusätzlich Hitze aus. Besonders anstrengend sind im Sommer auch die sogenannten Stemmarbeiten, das Aufbrechen der alten Fahrbahndecke per Hand an schwer zugänglichen Stellen.

An der Landstraße 554 bei Lenglern werden die Straßenarbeiten auch bei Temperaturen von mehr als 30 Grad fortgesetzt. Die Bauarbeiter schwitzen.

„Das machen wir abwechselnd. Wenn einer nicht mehr kann, ist der nächste an der Reihe“, erklärt Asphaltbaumeister Beume.

Bei teils 35 Grad im Schatten wie sie Ende Juli in der Stadt Göttingen herrschten, wird der Arbeitsplatz der Bauarbeiter zum Backofen. Wer auf der Straße arbeitet, kann der Sonne nicht ausweichen, „einmal im Jahr schält sich die Haut“, weiß Beume – ob ein Arbeiter nun Lichtschutz aufgetragen hat oder nicht.

Keine Klimaanlage

Abkühlung während des Dienstes ist nicht in Sicht. Schattenspendende Bäume gibt es nur selten auf Straßenbaustellen. Die älteren Fahrzeuge haben zudem keine Klimaanlage.

Die Arbeiter bemühen sich statt dessen um Erfrischung von innen, „wir trinken viel und essen eine Menge Eis“. Und arbeiten wie Beume voller Vorfreude auf das Dienstende – und die kalte Dusche und das erste Getränk im eigenen Zuhause

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