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Göttingen Die unbekannte Leine – ein Spaziergang auf ihrem Weg durch Göttingen
Die Region Göttingen Die unbekannte Leine – ein Spaziergang auf ihrem Weg durch Göttingen
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18:40 21.08.2013
Von Ulrich Schubert
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Göttingen

Das schnurgerade Flüsschen mit unauffälligen Wiesen und langweiligen Uferwegen hat sich zu einem Natur- und Freizeitpark entwickelt – mit Badestellen, idyllischen Liegewiesen, sumpfigen Inseln, Spielplätzen und Kunst am Brückenbau. Von der Kiesseestraße bis zur Mündung der Grone.

Im Stadtgebiet Göttingen hat sich das Bild der Leine in den vergangenen Jahren verändert. Das schnurgerade Flüsschen mit unauffälligen Wiesen und langweiligen Uferwegen hat sich zu einem Natur- und Freizeitpark entwickelt.

„Und es ist schön geworden“

„Wir wollten mehr Schutz vor Hochwasser, und das möglichst naturnah. Ich denke, das ist uns gelungen, und es ist richtig schön geworden.“ Wenn Göttingens Oberbürgermeister Wolfgang Meyer (SPD) an der Leine entlang radelt, kommt er nach 30 Jahren Planung und elf Jahren Bauzeit ins Schwärmen.

Seit 2001 wurde die Leine innerhalb der Stadtgrenzen in acht großen Bauabschnitten vom Kiessee bis zum Schützenplatz umgestaltet – unter anderem durch erhöhte Deiche und Uferwege, durch neue Schutzmauern und durch ein tieferes, neu modelliertes Flussbett. Der Clou dabei: Dabei stand eine sogenannte Renaturierung im Vordergrund. Statt eines eingeengten geraden Wasserlaufes gibt es jetzt Kurven und Ausläufer. Die Leine hat mehr Raum, und Bäume und Röhrichtflächen sollen den Strom bei Hochwasser bremsen. Inklusive Umbau der Flüthe, neuem Kiessee-Einlauf und Schöpfwerk an der Kanalmündung hat die Stadt dafür gut fünf Millionen Euro investiert – je nach Projekt zwischen 70 und 100 Prozent vom Land gefördert.

Naturschützer sind sich sicher: Die Leine ist „nicht eklig“ und baden im Fluss ausdrücklich erlaubt. Wie schön es an und in der Leine sein kann, will der Umweltverband BUND mit einem Leine-Badetag beweisen. Am Sonntag, 25. August, organisiert er ab 15 Uhr zwischen der Brücke Schiefer Weg  und Eisenbahnbrücke ein Schwimmfest mit Aktionen zum Thema „Gewässer und biologische Vielfalt“. Auch eine Exkursion zu neuen Hochwasserschutzmaßnahmen ist geplant.