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Göttingen Dietmar Müller (CDU) irritiert: Forstamt Reinhausen fällt Bäume
Die Region Göttingen Dietmar Müller (CDU) irritiert: Forstamt Reinhausen fällt Bäume
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13:52 14.04.2014
Großeinsatz: Am Waldweg lagern die teilweise schon verkauften Buchen aus dem Forst bei Etzenborn. Quelle: EF
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Etzenborn

Dabei bezieht er sich auf Pläne für einen umstrittenen Naturschutzstreifen an der ehemaligen innerdeutschen Grenze.

Frustriert ist Müller aber vor allem, weil durch abgelegte Stämme schon ein „Bäumchen“ am Wegrand beschädigt wurde, das die Konfirmanden aus dem Ort 2011 und 2012 gemeinsam mit dem Ortsrat gepflanzt haben. Jetzt sorgt sich Müller um die anderen „Konfi-Bäume“.

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Axel Pampe, Leiter des niedersächsischen Forstamtes Reinhausen, bestätigt die Fäll-Aktion bei Etzenborn. „Ich kann die Aufregung allerdings nicht verstehen“, fügt er an. Auf einer Fläche von etwa 30 bis 40 Hektar Wald würden „planmäßig“ Bäume geerntet – überwiegend Buchen und „ein paar“ Eichen sowie Lärchen.

„Wir machen dabei keinen Kahlschlag, sondern nehmen eher moderat Bäume heraus – nicht mehr als nachhaltig nachwächst“, erklärt Pampe weiter. Das seien etwa 40 bis 50 Festmeter je Hektar. Der Eindruck, dass sehr viel gefällt werde, entstehe vermutlich durch die große Gesamtfläche. Aus organisatorischen Gründen werde hier ein größerer Bereich in einem Rutsch bearbeitet. Dafür gebe es dann ein paar Jahre Ruhe.

Auch Müllers Vermutung zum Grünen Band weist Pampe deutlich zurück. Es sei vereinbart worden, dass die Landesforsten ihre Wälder im künftigen Naturschutzbereich „wie bisher und ganz normal“ bewirtschaften könnten. Es gebe keinen Grund, im Vorgriff extra viele Bäume zu fällen.

Wenn Bäume gefällt und gerückt werden, ließen sich Schäden an jüngeren Pflanzen allerdings nicht immer vermeiden, kommentiert Pampe den Hinweis auf die Konfirmanden-Bäume. Wenn es erforderlich ist, „lässt sich da aber sicher Abhilfe schaffen“, so der Amtsleiter, „wir müssen nur darüber sprechen.

Von Ulrich Schubert