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Göttingen Diskussion über Fotovoltaikanlage im Rosdorfer Freibad
Die Region Göttingen Diskussion über Fotovoltaikanlage im Rosdorfer Freibad
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19:33 27.05.2014
Freibad Rosdorf: Fotovoltaikanlage soll die Energiekosten senken. Quelle: Vetter
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Rosdorf

Seit Monaten plant die Gemeinde Rosdorf die Errichtung einer Fotovoltaikanlage im örtlichen Freibad, um die Energiekosten des Bades zu senken.

63 000 Euro wurden im Haushalt 2014 für das Projekt veranschlagt. Doch weil sie sich über die Größe der Anlage nicht einigen konnten, vertagten die Mitglieder des Bauausschusses die Entscheidung. Erst sollen die Fraktionen nochmals beraten.

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Zur Diskussion standen zwei Größenvarianten einer Fotovoltaikanlage. Während die erste Strom in Umfang von 29 000 Kilowattstunden (KWh) erzeugen und rund 56 000 Euro kosten soll, erbringt die zweite Anlage mit 57 000 KWh fast die doppelte Leistung. Das Problem: Sie liegt mit 95 000 Euro mehr als 30 000 Euro über dem geplanten Budget.

Trotz der deutlichen Überschreitung der Budgetgrenze machte sich Martin Fichtler (Grüne) für die teurere Anlage stark. „Die Variante zwei wäre ein großer Vorteil für die Gemeinde. Zum einen erzeugen wir so grünen Strom. Zum anderen können wir den Strom in den Wintermonaten ins Netz einspeisen und damit Geld für den maroden Haushalt gewinnen“, erklärte Fichtler.

Der Vorsitzende des Bauausschusses, Christian Frölich (CDU), riet jedoch wegen der hohen Verschuldung der Kommune von der zweiten Variante ab. Zudem sei es nicht Aufgabe der Kommune, Geld durch Stromerzeugung einzunehmen. Gegen diese Aussage stellte sich Dieter Eikenberg (Grüne):

„Da wir in der Gemeinde einen modernen energiepolitischen Weg anstreben, kann ich nur die Variante zwei befürworten. Diese Wahl könnte uns außerdem durch die zusätzlichen Einnahmen unserem Ziel der Entschuldung näher bringen.“

Der geplante Anbau einer Bühne an die Anne-Frank-Turnhalle steht unterdessen wie vermutet vor dem Aus. Grund sind die immensen Kosten, die mit der Erweiterung der Halle einhergehen würden. Frölich erklärte dazu: „Da wir eine Veranstaltungshalle planen, müsste die Gemeinde beim Bau viele Auflagen erfüllen. Wir müssten eine Lüftungsanlage und rund 50 Parkplätze bauen. Dazu kämen Schallschutzmaßnahmen.“ Die anfänglich kalkulierten Kosten von 150 000 Euro würden dadurch auf 463 000 Euro steigen. „Die Verwirklichung des Projektes ist ein Ding der Unmöglichkeit“, stellte Christoph Sachse (SPD) fest. Jetzt sollen die Fraktionen erneut beraten.

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