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Göttingen Ortsrat gegen Baugebiet „Wakenbreite“
Die Region Göttingen Ortsrat gegen Baugebiet „Wakenbreite“
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08:15 17.02.2019
Hier sollen neue Häuser entstehen.
Hier sollen neue Häuser entstehen. Quelle: Christina Hinzmann
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Groß Ellershausen

Während der Sitzung des Ortsrates Groß Ellershausen/Hetjershausen/Knutbühren stand das Thema Bebauungsplan für die „Wakenbreite“ in Hetjershausen im Mittelpunkt.

Beschluss aus 2015

Grund hierfür war nach Angaben von Ortsbürgermeisterin Heidrun von der Heide (SPD), dass das Thema bereits vor einigen Jahren im Ortsrat und auch mit den Einwohnern diskutiert worden sei. „Wir haben uns damals gegen eine Bebauung ausgesprochen“, sagte von der Heide. Doch vonseiten der Stadtverwaltung sei das Thema jetzt wieder angestoßen worden. Nach Angaben der Stadtverwaltung soll mit dem neuen Baugebiet ein Beitrag zur Deckung des dringenden Bedarfs nach Wohnraum geleistet werden. Entsprechend der bestehenden Bebauung in dem Bereich sollen zwischen neun Einzelhäusern und 18 Doppelhaushälften auf der Fläche entstehen. Der notwendige Aufstellungsbeschluss sei bereits im Mai 2015 vom Verwaltungsausschuss der Stadt gefasst worden. Die Ortsratsmitglieder hingegen hatten diesem nicht zugestimmt. In der Sitzung des Ortsrates sollte jetzt ausgehend von einem bestehenden Auslegungsbeschluss erneut ein Aufstellungsbeschluss gefasst werden.

Keine neue Situation

Hintergrund des Bauvorhabens durch die Stadt ist nach Angaben von der Heides auch eine von der Firma Tennet geplante 380kv Freileitung. Denn durch ein Baugebiet könne Tennet, wie von dem Unternehmen der Stadtverwaltung und dem Ortsrat gewünscht, die Leitung in der Erde anstatt oberirdisch verlegen. Doch auch wenn die Mitglieder des Ortsrates für die Erdverkabelung sind, so lehnen sie das Baugebiet ab, weil sie der Meinung sind, dass es dadurch keine klare Ortsgrenze mehr gebe. Anders als die Verwaltung, die das Thema aufgrund einer aus ihrer Sicht geänderten Situation wieder auf die Tagesordnung gebracht habe, würden die Mitglieder des Ortsrates keine Veränderung sehen. „Deshalb haben wir die Vorlage der Stadt erneut abgelehnt“, erklärte von der Heide. Wie es mit einer möglichen Bebauung in der Wakenbreite weiter gehe, bleibe nun erst einmal abzuwarten.

Von Vera Wölk