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Göttingen „Mehr Kooperation und weniger Konkurrenz”
Die Region Göttingen „Mehr Kooperation und weniger Konkurrenz”
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15:25 30.08.2018
Dialogkonferenz im Raatssaal des Neuen Rathauses in Göttingen: Lydia Wochnik, Isa Sandiraz, Natalia Hefele, Christian Westensee, Natascha Wellmann, Abdul Rahman Asif. Quelle: Christina Hinzmann
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Göttingen

Was können Ehrenamtliche leisten und wo gibt es Grenzen? Um diese und anderen Fragen ging es während einer Podiumsdiskussion zum Thema Migrantenarbeit. Eines wurde deutlich: Die Ressourcen sind knapp.

Mehr als 30 Migrantenorganistionen gibt es in Göttingen, drei davon bekommen Fördergelder. „Wir müssen aufhören so naiv zu sein und zu glauben, dass es keine Konkurrenz gibt”, sagte Zuhörer Anwar Hadeed (AMFN) Aber: „Wer ist für uns der richtige Ansprechpartner?”, fragte er.

Anwar Hadeed in der Diskussion. Quelle: Christina Hinzmann

„Das sind wir”, antwortete Abdul Rahman Asif, Vorsitzender des Integrationsrates Göttingen und Teilnehmer auf dem Podium. Der Göttinger Integrationsrat vertrete die Interessen der Migrantenorganisationen gegenüber Verwaltung, Politik und Öffentlichkeit. Die Zusammenarbeit zwischen ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeitern in der Migrantenarbeit müsse in Göttingen noch deutlich verbessert werden, sagte auch Natascha Wellmann vom Migrationszentrum Göttingen. „Die Gruppen zusammen zu bringen, das ist unser Ziel”, sagte Asif.

„Das Gemeinsame betonen”

Für die Bildung von Migrantenvereinen setzte sich Isa Sandiraz, Integrationsbeauftragter des Landkreises Göttingen ein. „Wer sich in einem Verein organisiert, hat oft eine gute Startposition”, sagte er. Auch er sprach sich dafür aus, dass die Arbeit der Migrantenvereine besser koordiniert werden müsse. Und: „Die Arbeit der Migrantenvereine muss besser honoriert werden”.

Christian Westensee, Studiendirektor der Arnoldi Schule, trat dafür ein, vor allem „das Gemeinsame zu betonen”. In seiner Schule arbeite er mit Jugendlichen aus vielen Kulturen zusammen. Deshalb ist er überzeugt: „Wir können das Fremde überwinden”.

Nicht nur „Singen und Tanzen“

Das große Potenzial, das die Menschen aus unterschiedlichen Herkunftsländern mitbringen, war bereits vor der Podiumsdiskussion Thema. Darin waren sich die Teilnehmer auf dem Podium einig. Dennoch sagte auch Natalia Hefele von der Bildungsgenossenschaft Südniedersachsen, dass es „mehr Kooperation und weniger Konkurrenz” unter den einzelnen Organisationen gebe, müsse. Lydia Wochnik, Vorsitzende des Deutsch-Russischen-Gesellschaft (DRG) meinte, dass sich die Organisation manchmal nicht ernst genug genommen fühle. Zum Singen oder Tanzen werde man gerne zu Veranstaltungen geladen. „Wir wollen aber nicht nur bespaßen, sondern auch für unsere ehrenamtliche Arbeit abbekommen“, forderte sie.

Die DRG hatte die Konferenz als lokaler Partner in dem Netzwerk „Samo.fa” im Neuen Rathaus organisiert. Das Kürzel steht für „Stärkung von Aktiven aus Migrantenorganisationen in der Flüchtlingsarbeit“.

Von Britta Bielefeld

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