Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Göttingen Warten auf freies Parken für E-Autos
Die Region Göttingen Warten auf freies Parken für E-Autos
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:17 25.11.2016
Von Matthias Heinzel
Quelle: dpa (Symbolbild)
Anzeige
Göttingen

Das Ministerium hat kürzlich eine Bilanz des seit etwa 15 Monaten geltenden Elektromobilitätsgesetzes und dessen Umsetzung in den deutschen Kommunen gezogen. Bisher hätten zehn Städte das kostenlose Parken für Elektro-Autos eingeführt - Hannover, Braunschweig, Wolfsburg, Hildesheim, Celle, Goslar, Peine, Nienburg/Weser, Northeim und Osterode am Harz. Raimund Nowak, Geschäftsführer der Metropolregion, wies gegenüber dem Verkehrsministerium anlässlich des „Kommunalen Tags der Elektromobilität“ auf dieses Engagement hin und riet den anderen Städten, für eine flächendeckende Anwendung in Deutschland zu sorgen.

Keine konkreten Pläne

In Göttingen kann das noch dauern. Einen konkreten Plan gebe es noch nicht, sagt Detlef Johannson, Sprecher der Stadtverwaltung. „Aber wir überlegen natürlich, wie man die Akzeptanz von E-Mobilität fördern kann.“ Die städtischen Verkehrsplaner würden daher „in nächster Zeit prüfen, welche Möglichkeiten das Elektromobilitätsgesetz für die Bevorrechtigung von Elektrofahrzeugen bietet und welche Maßnahmen für das Göttinger Stadtgebiet in Frage kommen“. In Göttingen sind derzeit etwas mehr als 50.000 Fahrzeuge zugelassen - nur 47 von ihnen fahren mit dem Antrieb aus der Steckdose.

Die SPD im Rat der Stadt spricht sich für eine Gebührenbefreiung für Elektroautos aus. Sie hatte schon im Januar einen entsprechenden Antrag im Stadtrat vorgelegt. Die Verwaltung hatte damals dazu erklärt, zur eindeutigen Kennzeichnung der berechtigten Fahrzeuge sei derzeit eine bundeseinheitliche Regelung in Vorbereitung, die erst einmal abgewartet werden müsse.

Die CDU im Rat der Stadt sieht die Parkgebührenbefreiung für Elektromobile zurzeit kritisch. „Wir hoffen, dass die Zahl der E-Autos in nächster Zeit deutlich zunimmt“, erklärt Ratsmitglied Hans Otto Arnold. Eine Gebührenfreiheit würde dann dazu führen, „dass die ohnehin nicht allzu vielen Parkplätze von Dauerparkern zugestellt werden“.

Mehr Stromtankstellen

Die Metropolregion Hannover-Braunschweig-Göttingen-Wolfsburg bereitet derzeit zudem einen Antrag auf Bundesmittel für den Aufbau von Stromtankstellen vor. In den nächsten drei Jahren wird das Bundesministerium 300 Millionen Euro in diesem Feld bereitstellen. Die erste Ausschreibung wird im Dezember 2016 erwartet. Raimund Nowak, Geschäftsführer der Metropolregion, sieht einen besonderen Bedarf bei der zügigen Schließung von Versorgungslücken.