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Göttingen Drei Millionen Euro für Sanierung des Maschmühlenweges in Göttingen
Die Region Göttingen Drei Millionen Euro für Sanierung des Maschmühlenweges in Göttingen
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18:28 23.07.2014
Von Michael Brakemeier
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Göttingen

„Generell schlechter Fahrbahnzustand“ nennt das die Bauverwaltung. Ähnliches gilt für Fuß- und Radweg sowie für die Bushaltestellen.

Der knapp ein Kilometer lange Abschnitt der Straße weise „erhebliche verkehrliche und gestalterische Defizite“ auf, urteilt die Verwaltung.

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Rund drei Millionen Euro will die Stadt Göttingen nun in die Hand nehmen, um die „zwingend erforderliche“ Grundsanierung anzugehen. Damit soll die Funktion der Straße erhalten bleiben, die Verkehrssicherheit erhöht und Parkplätze neu geordnet werden.

„Beteiligungsphase“ im September

Gleichzeitig soll es bessere und breitere Fußgänger- und Radwege geben. Zudem schlägt die Verwaltung Verbesserungen für den Busverkehr vor. Auch gestalterisch sollen die Straße und deren Seitenbereiche aufgehübscht werden. Für den Straßenbau, der 2,8 Millionen Euro ausmacht, können nach dem niedersächsischen Kommunalabgabengesetz Beiträge von Anwohnern erhoben, die sich auf 1,12 Millionen Euro belaufen würden.

Davon wiederum entfielen rund 280 000 Euro auf städtische Flächen.

Heute will die Verwaltung im Bauausschuss des Rates zwei mögliche Varianten des Umbaus vorstellen. Folgen soll dann im September die „Beteiligungsphase“, unter anderem mit einer Anliegerinformation. Abschließend soll der Verwaltungsausschuss im Oktober über den Ausbau entscheiden. Allerdings stünden die Umsetzung der Planungen unter Haushaltsvorbehalt, so die Verwaltung. Frühestens 2015 könnte die Sanierung beginnen.

Die Sitzung des Bauausschusses am heutigen Donnerstag, 24. Juli, beginnt um 16.15 Uhr im Sitzungsraum 118, Hiroshimaplatz 1-4. Weiteres Thema, über das beraten wird: der Antrag „Konzept zur Nutzung städtischer Gebäude“ der Linken.

Rumpeln hat ein Ende

Kommentar

Kein Wunder, dass auf Göttinger Straßen immer mehr Geländewagen und SUVs zu sehen sind.

Ich hab‘ mir auch einen gekauft. Schließlich will ich wie andere auch ab und zu auf dem Maschmühlenweg fahren.

Dessen Zustand ist vielleicht auch die Erklärung dafür, dass es dort so viele Werkstätten gibt.

Anhänger der zweiten deutschen Automode – tieferlegen bis auf drei Zentimeter Bodenfreiheit, Ausbau der Federung, Sportauspuff mit 20-Zentimeter-Endrohr und Applikation eines Frontspoilers mit der Grundfläche eines Garagentors – hatten es beim Einflug auf Göttingen von Norden bislang schwer.

Doch diese Spezies kann mit der Sanierung der Rumpelpiste bald auch dort auf störungsfreie Fahrt hoffen. Wie nett die Stadt doch zu den Autofahrern sein kann.

Aber jetzt mal im Ernst: Dass die Stadt am Maschmühlenweg zig Jahre nichts gemacht hat, während anderswo fast unsichtbare Macken im Straßenbelag zur Vollsanierung führten, war und ist ein Unding. Gut, dass es bald losgeht.

Matthias Heinzel