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Göttingen Drei neue Ganztagsschulen auf einen Schlag
Die Region Göttingen Drei neue Ganztagsschulen auf einen Schlag
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09:53 04.11.2010
Von Ulrich Schubert
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Die Käthe-Kollwitz-Hauptschule will ab Sommmer 2011 zunächst in den Jahrgängen fünf bis sieben Ganztagsprojekte organisieren. Nach Angaben der Stadtverwaltung habe eine Befragung ergeben, dass ein überwiegender Teil der Eltern eine Ganztagsbetreuung wünsche. Eine über das übliche Schulbudget hinausgehende finanzielle Beteiligung an der Käthe-Kollwitz-Schule sei seitens der Stadt Göttingen „nicht vorgesehen“. Allerdings sei für die Essensausgabe in der angrenzenden Martin-Luther-King-Schule eventuell zusätzliches städtisches Personal erforderlich.

Die Hainbund-Grundschule will im kommenden Jahr mit Ganztagsangeboten für die Erst- und Zweitklässler starten. Eigentlich war der Einstieg erst 2014 geplant. Er wird mit Blick auf die neue und fast fertig gebaute neue Weender Festhalle mit Mensabereich für die Schule vorgezogen. Die Betreuungsarbeit wird in Kooperation mit einem freien Träger der Jugendhilfe organisiert und gestaltet. Sie erfolgt in Anlehnung an ein neues Schulkindbetreuungskonzept der Stadt. Aber auch Eltern von Kindern der Hainbundschule aus der jetzigen ersten Klasse hätten sich bei der Konzepterstellung stark eingebracht. Für den Mensabetrieb im Mehrzweckgebäude müsse die Stadt zusätzliches Personal finanzieren.

Für die Hagenbergschule wird ebenfalls ein freier Träger gesucht, der das Ganztagsangebot gemeinsam mit der Schule umsetzt. An dieser Schule müsse noch eine Mensa eingerichtet werden. Ausreichend Räume seinen vorhanden. Da sie voraussichtlich aber erst zum Schuljahr 2012/13 fertiggestellt ist, solle im ersten Jahr eine provisorische Essensausgabe für die Mittagsverpflegung eingerichtet werden. Die Ausgaben für die neue Mensa schätzt die Verwaltung auf 355 000 Euro.

Grundsätzlich geht die Stadt davon aus, dass das Land für die Gantzagsbetreuung an Grundschulen keine zusätzlichen Lehrer bereit stellt. Bisher genehmigt es aber in jedem Jahr immer wieder freiwillig Lehrerstunden, die dann in Form eines Geldbetrages kapitalisiert werden können - zum Beispiel für Honorarkräfte am Nachmittag. Ob das auch 2011 so sein wird, ist zurzeit allerdings offen. Für die Umsetzung des Schulkindbetreuungskonzeptes an der Hainbundschule rechnet die Stadt in den kommenden drei Jahren mit einem Finanzierungsbedarf in Höhe von 25 000 Euro, in den beiden Folgejahren mit 67 000 und 84 000 Euro, und dann jährlich mit jeweils 99 000 Euro.

An der Hagenbergschule kalkuliert sie mit 21 000 Euro in 2011, in den beiden Folgejahren mit 60 000 und 85 000 Euro und dann mit jährlich 110 000 Euro. Stimmt auch der Rat der Stadt der Vorentscheidung des Ausschusses zu, wird die Verwaltung für alle drei Schulen beim Kultusministerium die erforderlichen Genehmigungsanträge stellen.