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Göttingen „Ecobus“ mit fünf Fahrzeugen unterwegs
Die Region Göttingen „Ecobus“ mit fünf Fahrzeugen unterwegs
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19:58 12.06.2018
: „Ecobus“ am Start: Landrätin Astrid Klinkert-Kittel, Matthias Wunderling-Weilbier, Landesbeauftragter für Regionale Landesentwicklung Braunschweig, Jens Meyer, Bürgermeister der Gemeinde Kalefeld, Prof. Stephan Herminghaus, Leiter des EcoBus-Projekts und MPI-Direktor, Franziska Schwarz, Bürgermeisterin der Stadt Bad Gandersheim (v.l.). Quelle: Christoph Mischke
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Bad Gandersheim/Göttingen

Der „Ecobus“-Betrieb während der Domfestspiele bis zum 5. August ist vorerst allerdings nur ein Test: Das von Göttinger Forschern entwickelte computergestützte Nahverkehrskonzept wird erstmals unter realistischen Bedingungen eingesetzt. Während der Domfestspiele können Fahrgäste in Bad Gandersheim und Umgebung die vernetzten Kleinbusse nutzen, teilt der Zweckverband Verkehrsverbund Süd-Niedersachsen (ZVSN) mit.

Mit dem Projekt „Ecobus“ soll die Anbindung gerade auf dem Land zu bezahlbaren Preisen und bedarfsgerechten Zeiten verbessert werden. Das System „EcoBus“ besteht zunächst aus fünf bedarfsgesteuerten Kleinbussen, die für zwei Monate in einem Gebiet in der Stadt Bad Gandersheim mit dem Ortsteil Heckenbeck und der gesamten Gemeinde Kalefeld zum Einsatz kommen. Im August 2018 soll ein weiteres „Ecobus“-Netz im Harz unter Einschluss der Landkreise Göttingen und Goslar seinen Betrieb aufnehmen.

Günstig und umweltfreundlich

Ihre Fahrtwünsche buchen die Fahrgäste vor Fahrtbeginn über Smartphone-App, Internet oder Telefon. Geleitet und begleitet wird das Projekt vom Max-Planck-Institut (MPI) für Dynamik und Selbstorganisation in Göttingen. „Für uns geht jetzt eine intensive Vorbereitungszeit in die nächste Phase“, sagt der Leiter des EcoBus-Projekts, MPI-Direktor Prof. Stephan Herminghaus, zum Start. „Mit dem EcoBus wollen wir eine günstige und umweltfreundliche Mobilität im ländlichen Raum voranbringen. Langfristig soll der Ecobus als Mobilitätssystem auf dem Land etabliert werden und alle Verkehrsmöglichkeiten miteinander verbinden.“ Getragen wird das Projekt außer vom MPI auch von den regionalen Zweckverbänden Verkehr und den örtlichen Busunternehmen.

Umsteigefrei

Der vom MPI für Dynamik und Selbstorganisation entwickelte Algorithmus zur Betriebsorganisation weist die Fahrtanfragen einem der Fahrzeuge so zu, dass verschiedene Fahrtwünsche mit ähnlichem Start und Ziel kombiniert werden können. Anders als beim Linienverkehr muss sich der „Ecobus“ in diesem System nicht an Linien oder Fahrpläne halten, sondern bedient alle Fahrtanfragen im Bediengebiet zu jeder gewünschten Zeit während der Bedienzeiten. Fahrgäste werden an jedem gewünschten Ort abgeholt und umsteigefrei ans Ziel gebracht. „Die Kunden“, erklärt Ute Reuter-Tonn vom Zweckverband Verkehrsverbund Süd-Niedersachsen (ZVSN), „sind selbst die Haltestelle.“ Das Konzept sieht vor, dass flexibel eingesetzte Kleinbusse mit anderen Verkehrsträgern wie Linienbussen, Bahnen oder Taxis kombiniert werden. Nutzer sollen auch in entlegeneren Gegenden Fahrten buchen und ohne lange Wartezeiten und zum Preis eines Bustickets an ihr Ziel kommen können.

„Schlüsselthema für den ländlichen Raum“

Die lokale Politik zeigt sich ausgesprochen erfreut über den „Ecobus“-Start: „Flexible und individuelle Mobilitätsangebote sind eines der Schlüsselthemen für den ländlichen Raum“, erklärt die Northeimer Landrätin Astrid Klinkert-Kittel (parteilos): „Ich freue mich, dass der EcoBus endlich auf unseren Straßen fährt und bin mir sicher, dass diese Art der Mobilität das Leben in unserer Region noch attraktiver machen und sich die intensive Arbeit für dieses Projekt auszahlen wird.“ Und die beiden Bürgermeister Franziska Schwarz (Bad Gandersheim) und Jens Meyer (Gemeinde Kalefeld, beide SPD) hoffen auf „eine bessere Vernetzung mit unseren Nachbarkommunen und eine neue Form der Mobilität, um die Gandersheimer Domfestspiele und andere Attraktionen in unserem Kreis erreichbar zu machen, beispielsweise das Gelände der Römerschlacht am Harzhorn oder die Tongrube in Willershausen“.

Das System „Ecobus“ ist Teil des EU-geförderten Südniedersachsen-Programms, mit dem die Niedersächsische Landesregierung die strukturschwache Region wirtschaftlich voranbringen möchte.

Von Matthias Heinzel

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