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Göttingen Ehepaar bezaubert bei “Keiner soll einsam sein“
Die Region Göttingen Ehepaar bezaubert bei “Keiner soll einsam sein“
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22:45 14.01.2018
„Freund und Freundin“ 1994 in der Stadthalle. Quelle: Peter Heller
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Göttingen

1983 sind die beiden Künstler das erste Mal an Heiligabend in der Stadthalle aufgetreten und bis heute wurden sie alle zwei bis vier Jahre von den Veranstaltern auf die Bühne gebeten. „Uns macht es viel Spaß, anderen Menschen eine Freude zu bereiten und sie von ihrem Alltag abzulenken“, sagt das Ehepaar. „Wer da vorne sitzt muss verzaubert werden“, betont Heike Freundt. Mit dem Auftritt bei „Keiner soll einsam sein“ ist aber auch viel harte Arbeit verbunden: Neben stundenlangem Üben zu Hause bereitet sich das Zauberpaar drei Stunden hinter der Bühne vor. Der Auftritt an sich dauert dann etwa 40 Minuten, und wenn der Vorhang sich wieder schließt, brauchen beide ein bis zwei Stunden zum Abbauen und Nachbereiten. „Wir sind mit die Ersten die kommen und die Letzten, die wieder gehen“, berichtet Heike Freundt. Während sie hinter der Bühne ihre Show vorbereiten, werden sie bereits durch die Geräuschkulisse auf den Abend und die Atmosphäre eingestimmt. Bei ihren Auftritten arbeiten beiden Künstler viel mit Musik und fast gar nicht mit der Sprache.

Beide haben im Laufe der Jahre einen Wandel der Aktion wahrgenommen: „Anfangs gab es noch ein richtiges Show-Programm, aber mittlerweile hat sich die Schar der Künstler ausgedünnt, und das Bühnenprogramm fällt kleiner aus“, erzählt Heike Freundt. Einen weiteren Wandel gebe es auch bei den Gästen: Anfangs seien überwiegend einsame Menschen und viele Obdachlose unter den Teilnehmern gewesen. Heute sei das Publikum sehr durchmischt, und es würden ganze Familien mit Kindern und auch Menschen aus anderen Ländern kommen, berichtet Jörn Freundt. „Das Publikum ist nicht kritisch, aber sehr anspruchsvoll, die Zuschauer möchten abschalten und den Alltag vergessen. Wir müssen es schaffen, das Publikum von der ersten bis zur letzten Sekunde an uns zu binden. Es ist unser Ziel, dass alle gespannt und aufmerksam zugucken“, erklärt er. Die Zahl der nicht deutschstämmigen Gäste im Publikum mache sich auch in den Reaktionen bemerkbar: „Unsere Zuschauer waren sehr beeindruckt, vor allem die Gäste aus anderen Ländern und aus einer anderen Kultur. Sie kennen die Zauberei live auf der Bühne gar nicht und haben gedacht, wir sind von einem anderen Stern“, freut sich der Zauberkünstler. „Wenn man merkt, dass das Publikum Spaß hat, spornt einen das an.“

Jörn Freundt hat schon in der Schule mit dem Zaubern angefangen. Zwischenzeitig hat er jedoch eine Pause eingelegt und mit lateinamerikanischem Tanzen angefangen, wo er auch seine heutige Ehefrau Heike Freundt kennengelernt hat. 1976 wurde er in der Zauberkunst von einem Trainer gefördert und von seiner Frau unterstützt – seit 1977 treten beide gemeinsam auf. Bei ihren Auftritten arbeiteten sie anfangs mit einer Illusionsshow und heute vorwiegend mit der Tierillusionen. Derzeit zaubert das Ehepaar mit vier Hunden und zwölf Tauben. Zudem ist es den beiden sehr wichtig, dass die Auftritte dynamisch sind und sie dem Publikum authentisch begegnen. „Es muss auch mal scheinbar etwas schief gehen und deutlich werden, dass wir auch nur Menschen sind“, führt Jörn Freundt aus. In den 80er Jahren hat das Künstlerehepaar an deutschen und internationalen Wettbewerben teilgenommen, und 1980 sind die beiden bei der internationalen Meisterschaft der Zauberkunst Europameister geworden. Nach der Auszeichnung wurde das Zauberpaar zum ersten Mal zu der Aktion „Keiner soll einsam sein“ eingeladen. Das Ehepaar freut sich auch dieses Jahr wieder auf den kommenden Auftritt und die schöne Stimmung und optimalen Bühnenbedingungen in der Stadthalle.

Von Fionn Klawunn

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