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Göttingen Ehrenmal wieder da, Sakowsky will „Traditionswechsel“
Die Region Göttingen Ehrenmal wieder da, Sakowsky will „Traditionswechsel“
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20:05 25.09.2009
Matthias Fixel, Claus-Dieter Bachmann und Wolfgang Busse (von links).
Matthias Fixel, Claus-Dieter Bachmann und Wolfgang Busse (von links). Quelle: Hinzmann
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Die Arbeiten der Firma Bachmann und Wille dienten vor allem der Sicherung des Steins, der auseinander zu brechen drohte. Zudem sind die verwitterten und daher kaum mehr lesbaren Namen der gefallenen Soldaten erneuert worden. Die Nikolausberger Ortsheimatpflegerin Hildburg Rosenbauer hat die Steinmetze dabei unterstützt. Die Beschäftigungsförderung Göttingen und der Fachbereich Stadtgrün haben zudem den Platz am Gedenkstein neu gestaltet.
Bei dem Ehrenmal handelt sich um einen 1,70 m hohen, Steinblock, der zu Ehren der Gefallenen der beiden Weltkriege aufgestellt wurde. Deren Namen finden sich auf den Seitenflächen des Steins.
„Warum müssen die Gedenksteine für die Gefallenen Soldaten der beiden Weltkriege heute immer noch den Titel Ehrenmal tragen“, fragt die kulturpolitische Sprecherin der Ratsfraktion der Grünen, Dagmar Sakowsky. Sie plädiert für einen „einen Traditionswechsel in der Kultur der Trauer“. Zwar würden auch die Grünen diese Orte des Gedenkens für „unverzichtbar für die Hinterbliebenen“ erachten, die Gesellschaft tue aber gut daran, ihnen einen anderen Charakter zu geben.

Verzicht auf Titel „Ehrenmal“

Probleme hätten die Grünen mit Orten der „einseitig glorifizierenden Ehrung“. Hier werde außer Acht lässt, dass viele dieser Gefallenen „in den Tod getrieben wurden, vom Leid der Kriegsgegner und Opfer des Naziterrors ganz zu schweigen.“ Die Grünen würden sich freuen, wenn sich diese Einsicht auch bei der Stadtverwaltung durchsetzt und sie auf den Titel „Ehrenmal“ für vergleichbare Orte des Gedenkens zukünftig verzichtet.

mib

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