Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Göttingen Ein Wohnhaus voller Marihuana-Pflanzen
Die Region Göttingen Ein Wohnhaus voller Marihuana-Pflanzen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:17 25.02.2017
Die Polizei hat Ende August 2016 mit einem Großaufgebot das Haus in der Ortsmitte von Lindau sowie 16 weitere Häuser und Wohnungen durchsucht. Hierzu gehörten außer neun Objekten im Raum Northeim auch eine Wohnung in Osterode sowie sechs Objekte in den Landkreisen Hildesheim und Lüneburg. Quelle: DPA
Anzeige
Göttingen

Die übrigen fünf Angeklagten müssen sich ab Donnerstag in einem zweiten Prozess vor Gericht verantworten. Die Strafkammer hatte das Verfahren abgetrennt, da es Probleme gab, die insgesamt acht Verteidiger terminlich unter einen Hut zu bringen. Laut Anklage soll der 29-jährige Angeklagte aus Northeim einer der Drahtzieher des Drogenhandels sein. Die Staatsanwaltschaft hat ihn wegen Handels mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge angeklagt.

Der 29-Jährige soll gemeinsam mit einem der Hauptangeklagten aus dem zweiten Verfahren ein leeres Wohnhaus an der Bundesstraße in Lindau angemietet haben, um dort eine Marihuana-Plantage einzurichten. Später sollen sie einen weiteren Angeklagten aus dem zweiten Prozess, der über umfangreiche Kenntnisse im Bereich des Marihuana-Anbaus verfügen soll, in ihr Projekt einbezogen haben. Ziel sei es gewesen, die Pflanzen nach der Ernte gewinnbringend zu verkaufen.

Anzeige

Die Polizei hatte Ende August 2016 mit einem Großaufgebot das Haus in der Ortsmitte von Lindau sowie 16 weitere Häuser und Wohnungen durchsucht. Hierzu gehörten neben neun Objekten im Raum Northeim auch eine Wohnung in Osterode sowie sechs Objekte in den Landkreisen Hildesheim und Lüneburg. In dem Haus in Lindau stießen die Fahnder auf eine große Marihuana-Plantage. Das Haus sei von oben bis unten voll mit Marihuana-Pflanzen gewesen, sagte damals ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Insgesamt stellten die Polizisten etwa 1000 Cannabis-Pflanzen in unterschiedlichen Wachstumsstadien sowie jede Menge technisches Equipment sicher, das für den Betrieb einer derartigen Plantage benötigt wird. Ein Teil der Pflanzen stand laut Anklage unmittelbar vor der Ernte.

Die beiden Mitangeklagten aus Lüneburg müssen sich wegen Beihilfe zu den Drogendelikten verantworten. Der 30-Jährige soll an der Einrichtung der Plantage beteiligt gewesen sein. Der bereits vielfach vorbestrafte 42-Jährige soll auf seinen Namen einen Container für den Betrieb der Plantage bestellt haben.

Der Prozess wurde nach Verlesung der Anklage unterbrochen. Er soll Anfang März fortgesetzt werden. Das Gericht hat insgesamt acht Verhandlungstage angesetzt. nie