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Göttingen Earth Hour: Auch Göttingen knipst das Licht aus
Die Region Göttingen Earth Hour: Auch Göttingen knipst das Licht aus
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20:54 27.02.2019
Die historische Sternwarte Göttingen soll bei der Earth Hour unbeleuchtet bleiben. Quelle: Christina Hinzmann
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Göttingen

Am 30. März 2019 gehen ab 20.30 Uhr die Lichter weltweit für 60 Minuten aus. Ob der Pariser Eifelturm, die Christus Statue in Rio de Janeiro oder das Brandenburger Tor, global liegen während der Earth Hour Sehenswürdigkeiten und repräsentative Gebäude für eine Stunde im Dunkeln, so auch in Göttingen. Verdunkelt werden das Alte Rathaus, das Kreishaus, die Aula der Universität am Wilhelmsplatz, die Alte Sternwarte und die Staats- und Universitätsbibliothek am Platz der Göttinger Sieben. Weitere Einrichtungen und auch Privatpersonen werden zur Teilnahme aufgerufen.

Verdunkelung des Alten Rathauses

Nachdem die Stadt Göttingen sich schon im Jahr 2012 unter anderem mit der Verdunkelung des Alten Rathauses an der Aktion beteiligte, war in den Folgejahren darauf verzichtet worden. Die technischen Möglichkeiten, so die Stadtverwaltung, hätten damals nicht für die erwünschte Signalwirkung gereicht. Außerdem sei der Aufwand zu teuer gewesen. Die Beleuchtung des Alten Rathauses sei damals nur für ein ganzes Wochenende abzustellen gewesen, weswegen die Bürger die Aktion nicht mit der Earth Hour hätten in Verbindung bringen können. Im Zuge seiner Renovierung sei die Beleuchtung dort nun aber flexibler einsetzbar, sodass man mit dem Alten Rathaus wieder an der Earth Hour teilnehmen könne.

Die Earth Hour ist eine symbolische Aktion, zu der die Natur- und Umweltschutzorganisation WWF aufruft. 2019 steht sie unter dem Motto „für einen lebendigen Planeten“ und soll das Bewusstsein für die Notwendigkeit umweltfreundlichen Lebens schärfen, auch über 60 Minuten hinaus. Entstanden ist die Earth Hour bereits 2007 in Australien. Mit einer Kampagne des WWF Australia sollten die CO²-Emissionen der Großstadt Sydney um fünf Prozent reduziert werden. Neben bekannten Wahrzeichen der Stadt schalteten damals 2,2 Millionen australische Haushalte für eine Stunde ihre Lichter aus. Schon ein Jahr später war die Earth Hour zur weltweiten Bewegung geworden: Verteilt auf 18 Zeitzonen, nahmen 370 Städte in 35 Ländern teil.

Ökologisch gegen Lichtsmog

Fulda ist die erste „Sternenstadt“ Deutschlands. Diesen Titel verlieh die US-amerikanische International Dark-Sky-Association der osthessischen Stadt Anfang des Jahres und erkannte so die dortigen Bemühungen um weniger Lichtverschmutzung an. Stadtbaurat Daniel Schreiner erklärte laut einem Bericht der Stadt Fulda, es sei leicht möglich, künstliches Licht standort- und bedarfsgerecht einzusetzen. „So kann man Lichtverschmutzung vermeiden, Kosten senken und durch Energieeinsparungen einen Beitrag zum Klimaschutz leisten.“

Von Tobias Urban