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Göttingen Einbetonierte Leiche: 13 Jahre Haft für Sven H.
Die Region Göttingen Einbetonierte Leiche: 13 Jahre Haft für Sven H.
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17:49 18.02.2020
Weil er seine 74 Jahre alte Mutter mit einem Schürhaken erschlagen hat, muss der 48-jährige Sven H. aus Herzberg eine Freiheitsstrafe von 13 Jahren verbüßen. Quelle: imago images/Rupert Oberhäuser
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Göttingen

Der Bundesgerichtshof habe die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Göttingen als unbegründet verworfen, teilte am Dienstag ein Gerichtssprecher mit. Damit ist das Urteil rechtskräftig. Die Schwurgerichtskammer hatte den Angeklagten im Juni vergangenen Jahres des Totschlags für schuldig befunden. Demnach hatte Sven H. im September 2017 im Verlauf eines Streites seiner Mutter mit einem Schürhaken mehrfach von hinten auf den Kopf geschlagen. Um das Verbrechen zu vertuschen, hatte er die Leiche in einer Blumenbank im Wohnzimmer einbetoniert.

Die Tat war sieben Monate lang unentdeckt geblieben. Erst im April 2018 hatten Ermittler nach einem Hinweis die einbetonierte Leiche entdeckt. Der Vater der damaligen Verlobten des Angeklagten hatte damals die Polizei darauf aufmerksam gemacht, dass dessen Mutter verschwunden war. Nachbarn hatten zwar bemerkt, dass ihr Haus offenbar unbewohnt war und das Grundstück zunehmend verwilderte. Sie waren jedoch davon ausgegangen, dass sie ebenso wie ihr Ehemann in ein Heim gekommen war. Die Polizei hatte dann das Haus mit Spürhunden durchsucht und schließlich die Leiche gefunden.

Die folgenden Ermittlungen ergaben, dass Sven H. nach dem gewaltsamen Tod seiner Mutter die Leiche verschnürt und zunächst an verschiedenen Stellen im Haus abgelegt hatte, ehe er sie zwei Wochen später in die Blumenbank im Wohnzimmer einbetonierte. Einige Tage später reiste er mit seiner Verlobten erst nach Dänemark und dann weiter nach Schweden. Dort wurde er im Mai 2018 festgenommen. Der bereits mehrfach wegen Betrugsdelikten vorbestrafte 48-Jährige hatte die Tat bestritten und stattdessen seinen demenzkranken Vater als mutmaßlichen Täter ins Spiel gebracht.

Von Heidi Niemann

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