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Göttingen Einbruchstouren in Göttingen: Angeklagte zu Bewährungsstrafen verurteilt
Die Region Göttingen Einbruchstouren in Göttingen: Angeklagte zu Bewährungsstrafen verurteilt
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17:36 05.09.2019
Drei Männer und zwei Frauen müssen sich aktuell vor dem Göttinger Amtsgericht verantworten. Quelle: dpa
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Göttingen

Wegen eines Einbruchdiebstahls in einem Wohnhaus im Göttinger Ostviertel haben sich am Donnerstag drei Männer und zwei Frauen vor dem Amtsgericht Göttingen verantworten müssen. Die Staatsanwaltschaft warf den zwischen 21 und 26 Jahre alten Angeklagten vor, gemeinschaftlich im April einen Einbruch in ein Wohnhaus im Nikolausberger Weg begangen zu haben. Der 25-jährige Hauptangeklagte war außerdem wegen diverser Gartenlaubeneinbrüche und Verkehrsverstöße angeklagt. Das Gericht verurteilte ihn zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren, die zur Bewährung ausgesetzt wurde. Außerdem erhielt der aus Albanien stammende Angeklagte die Auflage, Deutschland schnellstmöglich zu verlassen.

Ein Nachbar war damals auf den Einbruch aufmerksam geworden und hatte die Polizei verständigt. Wenig später stoppten Beamte den Pkw mit den fünf Insassen. Während die beiden Frauen später wieder auf freien Fuß kamen, wanderten die drei Männer kommen, in Untersuchungshaft. Die beiden Mitangeklagten, die ebenfalls albanische Staatsangehörige sind und nach eigenen Angaben als Touristen nach Deutschland eingereist waren, erhielten jeweils eine Freiheitsstrafe von einem Jahr und vier Monaten, die ebenfalls zur Bewährung ausgesetzt wurde. Auch sie haben das Land umgehend zu verlassen.

100 Stunden gemeinnützige Arbeit

Die mitangeklagten 21 und 22 Jahre alten Frauen, die beide die serbische Staatsangehörigkeit haben und in Deutschland wohnhaft sind, wurden zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und drei Monaten verurteilt. Als Bewährungsauflage müssen sie 100 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten.

Alle Angeklagten hatten zu Beginn der Verhandlung die Tatvorwürfe im Wesentlichen eingeräumt. Demnach waren sie abends gemeinsam in einem Pkw durch Göttingen gefahren, um nach einem geeigneten Objekt für einen Einbruch zu suchen. Sie entschieden sich für ein Haus im Nikolausberger Weg. Gegen 1.30 Uhr fuhren sie dorthin, das Auto parkten sie am Waldrand. Anschließend gingen die drei Männer zu dem Haus, hebelten ein Fenster und die Haustür auf und verschafften sich so Zutritt. Dort durchwühlten sie zahlreiche Schubladen und Schränke und nahmen diverse Gegenstände mit, unter anderem einen DVD-Player, eine Klarinette, ein Teleskop-Fernrohr und mehrere Kameras.

Frauen sind mehrfach vorbestraft

Die Ermittler fanden außerdem auf dem Handy der 21-jährigen Angeklagten zahlreiche Fotos von Personalausweisen und Kreditkarten, die mutmaßlich aus Diebstählen stammen. Bei der 22-jährigen entdeckten sie außerdem einen Personalausweis, der auf eine andere Person ausgestellt war. Beide Frauen sind wegen Diebstählen, Erschleichens von sozialen Leistungen und anderer Delikte mehrfach vorbestraft.

Der 25-jährige Hauptangeklagte hatte erst wenige Monate vor dem Wohnungseinbruch wegen diverser weiterer Delikte kurzzeitig in Untersuchungshaft gesessen. Laut Anklage hatte er im Dezember gemeinsam mit zwei unbekannten Mittätern 13 Gartenlaubeneinbrüche in einer Kleingartenanlage am Kiessee in Göttingen begangen. Dort entwendeten sie unter anderem mehrere Autoradios, Wasserpumpen, Gartengeräte, Werkzeuge und 30 Kilo Walnüsse.

Anschließend „baute“ der Angeklagte einen Unfall, bei dem eine Pkw-Fahrerin erheblich verletzt wurde, und beging anschließend Unfallflucht. Nach den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft war der Angeklagte, der keinen Führerschein besitzt, auf der Flucht vor den ihn verfolgenden Polizeibeamten verbotenerweise erst auf die Gegenfahrbahn und dann auch noch bei Rot über eine Kreuzung gefahren. Dort kollidierte er mit dem Auto einer vorfahrtberechtigten Pkw-Fahrerin. Diese erlitt dadurch ein Schleudertrauma, an ihrem Auto entstand Totalschaden. Weil der Angeklagte danach getürmt war, ohne sich um den Schaden zu kümmern, musste er sich nicht nur wegen der zahlreichen Einbruchsdiebstähle, sondern auch wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr, gefährlicher Körperverletzung und unerlaubten Entfernens vom Unfallort verantworten.

Von Heidi Niemann

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