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Göttingen Eingliederung Langzeitarbeitsloser in den Arbeitsmarkt: Bildungsgutscheine nur noch in Ausnahmefällen
Die Region Göttingen Eingliederung Langzeitarbeitsloser in den Arbeitsmarkt: Bildungsgutscheine nur noch in Ausnahmefällen
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20:03 23.08.2013
Von Gerald Kräft
Quelle: dpa (Symbolbild)
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Göttingen

In einer gemeinsamen Presseerklärung verweisen Erster Kreisrat Franz Wucherpfennig und Stadträtin Dagmar Schlapeit-Beck auf kontinuierliche Kürzungen des Bundes: „Gegenüber 2010 mit 18 Millionen Euro stehen im Jahr 2013 nur rund acht Millionen Euro zur Verfügung.“ Damit könnten gerade einmal die notwendigsten Leistungen finanziert werden. Für alles andere reiche es nicht mehr.

Wucherpfennig und Schlapeit-Beck befürchten im kommenden Jahr weitere Kürzungen des Bundes. Seit 2011 kritisierten Landkreis und Stadt die massiven Kürzungen des Bundes als „kurzsichtig“. Zwar habe die Zahl der Arbeitslosen aufgrund der guten Arbeitsmarktentwicklung stark abgenommen, die Eingliederung bedürfe aber weiterhin besonderer Anstrengung und intensiver Förderung.

Diese sei mit den zur Verfügung stehenden Mitteln nicht zu leisten, so die beiden Sozialdezernenten. Landkreis und Stadt forderten die zur Bundestagswahl antretenden Parteien auf, sich für eine Rücknahme der Kürzungen einzusetzen und künftig ausreichend Mittel bereitzustellen.

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