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Göttingen Einigkeit bei Extremismus-Steitgespräch in Göttinger Paulinerkirche
Die Region Göttingen Einigkeit bei Extremismus-Steitgespräch in Göttinger Paulinerkirche
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23:49 29.01.2015
Von Britta Eichner-Ramm
Gesine Schwan: Die ehemalige Kandidatin für das Bundespräsidentenamt beim Streit-Gespräch in der Göttinger Paulinerkirche. Quelle: PH
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Göttingen

Die Abendveranstaltung fand im Rahmen einer Tagung des Instituts für Politikwissenschaft der Uni Göttingen und des Europäischen Informationszentrums (EIZ) der niedersächsischen Staatskanzlei zum Thema „Extremismus, Populismus und die Potenziale europäischer Bindekraft“ statt.

Gäste in der Paulinerkirche waren unter anderem Gesine Schwan, Politikwissenschaftlerin und frühere Kandidatin für das Amt des deutschen Bundespräsidenten, und der Politikwissenschatler Elmar Altvater aus Berlin sowie aus Brüssel der Generalsekretär der Foundation for European Progressive Studies, Ernst Stetter, der die Veranstaltung moderierte. In ihrem Beitrag über „Feindbilder in EuropaVorurteile und rechtspopulistische Strategien“ fasste Birgit Honé, Staatssekretärin für Europa und Regionale Landesentwicklung in der niedersächsischen Staatskanzlei, die Ergebnisse der Fachtagung vom Vormittag zusammen. Sie wies unter anderem darauf hin, dass sich „Menschen von der wirtschaftlichen Entwicklung in Europa und der wachsenden Kluft zwischen Arm und Reich bedroht fühlen und nach Feindbildern oder Sündenböcken suchen“. Honé sagte, dass sich nationale Überheblichkeits- und Überlegenheitsgefühle nicht immer vom rechten Rand aus artikulierten: „Sie reichen eben weit bis in die Mitte der Gesellschaft.“

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Auch um die Wahl in Griechenland ging es an diesem Abend. „Man mag das Ergebnis begrüßen oder auch nicht, es ist die demokratische Entscheidung der griechischen Wahlbevölkerung. Man stelle sich den Aufschrei in unseren Medien vor, wenn es im Vorfeld einer Bundestagswahl ähnliche Ratschläge unserer EU-Nachbarn gegeben hätte“, sagte Honé. Schwan, Altvater und auch Stetter vertraten in der Göttinger Paulinerkirche die Auffassung, dass mit den Griechen darüber verhandelt werden müsse, wie das Land mit der enormen Schuldenlast fertig werden könne. Wichtig dabei: Es müsse für die bisher aufs Äußerste strapazierten Menschen leistbar bleiben.