Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Göttingen Einsturzgefahr: Finanzamt Göttingen muss Parkhaus schließen
Die Region Göttingen Einsturzgefahr: Finanzamt Göttingen muss Parkhaus schließen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:31 11.06.2013
Von Ulrich Schubert
Bis auf weiteres gesperrt: Das Parkhaus am Göttinger Finanzamt ist „nicht mehr standsicher“. Quelle: Christina Hinzmann
Anzeige
Göttingen

Für Besucher gebe es auf dem Gelände keine Parkbereiche mehr, bestätigte am Dienstag Finanzamts-Chef Manfred Scheffel. Das dürfte erhebliche Folgen für das Umfeld haben: Viele der etwa 400 Beschäftigten und Kunden des Finanzamtes müssen jetzt auf öffentliche Parkplätze ausweichen.

Nicht mehr standsicher

Anzeige

Die vom staatlichen Baumanagement angeordnete Sperrung hat selbst die Göttinger Behörde überrascht: „Es war zwar zu befürchten, wir haben erst in ein paar Jahren damit gerechnet“, sagt Scheffel. Schon vor längerer Zeit seien Schäden am Beton der 25 Jahre alten Parkgarage mit 150 Plätzen auf fünf Ebenen entdeckt worden.

Die Ursache: Streusalz zersetze kontinuierlich den Beton und greife inzwischen auch die stabilisierenden Armierungseisen an. Baugutachter hätten kürzlich festgestellt, dass das Gebäude schon jetzt „nicht mehr standsicher“ sei. Auf einer Ebene könnten zwar noch 50 Plätze genutzt werden, spätestens in der nächsten Frostperiode werde das Parkhaus aber komplett geschlossen.

Offen: ob und wann erneuert wird

Ob und wann es vom zuständigen Land Niedersachsen saniert oder erneuert wird, sei völlig offen, so Scheffel. Problematisch sei die Situation für Besucher, vor allem aber für die Mitarbeiter. Das Finanzamt Göttingen gehöre zu den größten in Niedersachsen. Viele der etwa 400 Beschäftigten würden täglich von weit anreisen, hätten an ihrem Wohnort aber schlechte Anbindungen und seien auf ein Auto angewiesen.

50 Parkplätze neben dem Parkhaus reichten dafür bei weitem nicht aus – „wir suchen jetzt fieberhaft nach Lösungen“, so Scheffel. Kunden rät er, mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen.