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Göttingen Umtausch nach dem Fest
Die Region Göttingen Umtausch nach dem Fest
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09:00 26.12.2016
Von Andreas Fuhrmann
Generell vom Kulanzumtausch ausgeschlossen sind Dessous, Zahnbürsten, Bademoden oder Erotikartikel. Quelle: dpa
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Göttingen

Tipps des Vorsitzenden des Einzelhandelsverbandes Göttingen, Alexander Grosse:

„Den Kunden stellt sich die Frage: Kann ich das umtauschen? Und was muss ich dabeibeachten? Hier ist zwischen dem gesetzlichen Gewährleistungsrecht und einem Umtausch aus Kulanz strikt zu unterscheiden“, teilt Grosse mit, der auch dem  Handelsverband Hannover angehört. Hier die wichtigsten Fragen und Antworten, die der Handeslverband zusammengestellt hat:

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Ich möchte ein Geschenk umtauschen: Muss der Handel umtauschen...

- ...weil es nicht gefällt? Nein. Der Umtausch erfolgt aber meistens aus Kulanz.

- ...weil es die falsche Farbe hat? Nein. Der Umtausch erfolgt aber meistens aus Kulanz.

- ...weil es nicht passt. Nein. Der Umtausch erfolgt aber meistens aus Kulanz.

- ...weil es defekt ist? Ja (Gewährleistung).

- ...weil es nicht hält, was es verspricht? Ja (Gewährleistung).

- ...ohne Angabe von Gründen? Nein.

- ...obwohl ich keinen Kassenbon habe? Nein. Der Umtausch erfolgt aber meistens aus Kulanz.

- ... obwohl die Originalverpackung fehlt oder beschädigt ist? Nein. Der Umtausch erfolgt aber meistens aus Kulanz.

- ...auch wenn es sich um Lebensmittel handelt? Nein.

 „Aus Kulanz“ bedeute, dass der Handel bei einwandfreier Ware nicht verpflichtet sei, diese zurückzunehmen, erklärt Grosse. „In den meisten Fällen aber wird der Handel dem Kundenwunsch entgegenkommen.“

„Gewährleistung“ sei hingegen ein gesetzliches Recht der Kunden, die dadurch vom Handel bei Mängeln der Ware eine Nachbesserung des Produktes verlangen können. Meistens tausche der Handel den Kunden die fehlerhafte Ware gegen eine neue, fehlerfreie Ware um, so Grosse. Klappt eine Nachbesserung auch beim zweiten Versuch nicht oder ergibt eine Nachbesserung keinen Sinn, müsse der Handel die Ware zurücknehmen.

 Um das Kaufdatum zu belegen, sei der Kassenbon am besten geeignet, so Grosse. „Denn innerhalb der ersten sechs Monate muss der Käufer nicht nachweisen, dass die Ware schon von Anfang an defekt war.“ Auch bei einem Umtausch aus Kulanz müssten die Beschenkten nachweisen, dass das Geschenk in dem Geschäft gekauft wurde, in dem es umgetauscht werden soll. „Bester Nachweis ist auch hier der Kassenbon oder ein ähnlicher Zahlungsbeleg. Ohne diesen kann der Händler den Umtausch verweigern“, sagt Grosse.

Geschenke würden meistens ausgepackt. Deswegen seien die Händler oft bereit, auch in diesen Fällen umzutauschen – es komme aber auf die Ware an, so Grosse. Bei entsiegelten CDs oder zerstörten Umkartons beispielsweise von Lego-Packungen werde kein Umtausch vorgenommen.

 Generell vom Kulanzumtausch ausgeschlossen sind Dessous, Zahnbürsten, Bademoden oder Erotikartikel. „Hier sprechen hygienische Gründe gegen eine Rückgabe“, so Grosse. Auch Parfüms könnten nach dem ersten Benutzen nicht mehr zurückgenommen werden. Individuell angefertigte Produkte wie Fotobücher oder T-Shirts mit speziellem Aufdruck nähmen die Händler ebenfalls nicht zurück.

 „Unsere Erfahrungen zeigen, dass die Kunden in Deutschland insgesamt mit den bestehenden Umtausch- und Rückgaberegelungen zufrieden sind und diese sehr genau kennen“, sagt Grosse fügt hinzu: „Alle diese Regelungen gelten übrigens auch außerhalb der Weihnachtszeit.