Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Göttingen Läufer trotz Dauerregens auf der Bahn
Die Region Göttingen Läufer trotz Dauerregens auf der Bahn
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:16 28.11.2017
Die „Eiszeit“ an der Lokhalle hat begonnen. Quelle: Peter Heller
Anzeige
Göttingen

Für Emelie Joline war es nach eigenen Angaben eine große Freude, die Eiszeit 2017/18 eröffnen zu dürfen, da sie gern Schlittschuh läuft. Das stellvertretende Gänseliesel hingegen hatte vor dem Betreten der Eisfläche etwas Respekt, da es etwa fünf Jahre nicht mehr auf Kufen gestanden hatte. „Nach den ersten Runden habe ich mich dann auch sicher gefühlt und hatte Spaß am Laufen“, sagte Deutsch.

Bei Dauerregen ist die Eisbahn an der Lokhalle eröffnet worden.

Für die diesjährige Eiszeit sind Nina Elsler und Yannik Lange verantwortlich. Die beiden Auszubilden der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung (GWG) sind im dritten Lehrjahr und haben mit der Eiszeit ihr großes Abschlussprojekt. Seit März haben sie sich überlegt, wie die fünfte Eissaison auf der Eisfläche hinter der Lokhalle aussehen könnte. Unterstützung haben Elsler und Lange, die eine Ausbildung zur Veranstaltungskauffrau beziehungsweise zum Veranstaltungskaufmann absolvieren, unter anderem von Nicole Klammer und Patrick Sasse vom Veranstaltungsmanagement der GWG. „Wir haben uns viele Gedanken gemacht, was zur Eiszeit dazugehört“, sagte Lange. Die beiden Auszubildenden sind glücklich darüber, dass sie ihre Ideen für die Eiszeit auch umsetzen konnten. Die Eisfläche ist nach ihren Angaben diesmal mehr als 1000 Quadratmeter groß. „Wir haben durch das Projekt viel gelernt“, sagten Lange und Elsler.

Anzeige

Erste Läufe zu „Singing in the rain“

Die ersten Läufer nutzten sofort die gesamte Fläche und zeigten ihr Können auf den schmalen Kufen. Egal ob schnelle rückwärts Läufe oder vorsichtige Sprünge, die überwiegend Jugendlichen Eisfans freuten sich, dass sie endlich wieder die Schlittschuhe anziehen konnten. So auch Julia und Finja, die zunächst vorsichtig die glatte und durch den Regen auch feuchte Eisfläche betraten, aber dann doch nach kurzer Eingewöhnungszeit schnelle Runde auf dem Eis drehten. „Leider ist die Eisfläche immer nur drei Monate im Jahr da“, sagten sie. Deshalb sind sie direkt am Eröffnungstag an die Lokhalle gekommen, um möglichst viel Zeit auf dem gefrorenen Untergrund verbringen zu können. „Wir haben uns schon die ganze Zeit darauf gefreut, dass es wieder losgeht“, sagten sie. Auch eine weitere Jugendliche, die nach mehreren schnellen Runden, in die sie auch verschiedene Drehungen eingebaut hatte, sich eine kurze Pause gönnte, stimmte dem zu. „Ich möchte in den nächsten Wochen noch öfter hierherkommen. Denn ich mag Schlittschuhlaufen“, sagte sie.

Treffpunkt in der Weihnachtszeit

Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD) betonte in seiner Eröffnungsansprache, dass es für die beiden Auszubildenden eine gute Gelegenheit sei, ein eigenes Projekt zu planen und zu organisieren. Denn dies sei etwas, was ihnen bei ihrem weiteren Berufsweg helfen werde. „Die Eisbahn war in den vergangenen Jahren immer ein Treffpunkt in der Vor- und Nachweihnachtszeit“, sagte er. 2016 habe es mit 29000 Eisläufern einen Besucherrekord gegeben.

Für Begeisterung bei den Besuchern sorgten vier Eiskunstläuferinnen der Hannover Indians, die zum Lied „Singing in the rain“ verschiedene Schritte, Sprünge und Pirouetten zeigten. „Das Lied stand schon fest, bevor wir wussten, dass es heute regnet“, sagte Lange.

Die Göttinger Eiszeit an der Lokhalle ist bis zum 11. Februar montags bis donnerstags von 15 bis 19 Uhr und freitags bis 21 Uhr geöffnet. An den Wochenenden haben die Schlittschuhläufer von 11 bis 19 Uhr Zeit ihre Runden zu drehen.

Von Vera Wölk

28.11.2017
Göttingen Unfall auf regennasser Straße - Autofahrer fährt in den Graben
25.11.2017