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Göttingen Elchbulle durchstreift nordhessische Wälder
Die Region Göttingen Elchbulle durchstreift nordhessische Wälder
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18:37 17.09.2009
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Der etwa zwei bis drei Jahre alte Elchbulle stammt nach Angaben verschiedener Behörden aus Polen oder Tschechien. Er ist offenbar in den vergangenen elf Tagen durch Thüringen gewandert. Am Mittwochmorgen wurde das Tier bei Sontra südlich von Eschwege gesichtet.

Der Elch ziehe offenbar Richtung Nordwesten durch den Meißner, so ein Sprecher des Kasseler Regierungspräsidiums. Er stehe vermutlich am Beginn der Brunft und sei auf der Suche nach einem Weibchen. Das Land Hessen hat unter der Nummer 05 61 / 1 06 41 63 eine Telefon-Hotline eingerichtet, unter der Elch-Beobachtungen gemeldet werden können.

Elche sind in Mitteleuropa weitgehend ausgestorben. Größere Bestände gibt es nur noch in Skandinavien, Russland sowie Nordamerika. Grundsätzlich gelten sie als scheu. Es gibt aber unterschiedliche Angaben darüber, wie ein Elchbulle in der Brunft oder bei Bedrohung reagiert. Unabhängig davon „wird kein Jäger auf den Elch anlegen“, versichert Göttingens Kreisjägermeister Ernst-Friedrich Wille. Die Tiere seien durch Länderabkommen geschützt. „Wir würden uns aber sehr freuen, wenn der Elch durch unser Gebiet zieht“, so Wille. Hungern müsse er nicht, zurzeit gebe es viele Eicheln und Bucheckern. Dauerhaft sei Südniedersachsen jedoch kein geeigneter Lebensraum für einen Elch.

Von us