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Göttingen Eltern protestieren in Groß Lengden: Rat lehnt Kita-Ausbau ab
Die Region Göttingen Eltern protestieren in Groß Lengden: Rat lehnt Kita-Ausbau ab
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17:53 25.09.2013
Von Ulrich Schubert
Quelle: dpa (Symbolfoto)
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Groß Lengden

Damit wollen die Politiker sich und ihrem Kita-Beirat Raum geben, über die Perspektiven der Kindergärten in Gleichen zu diskutieren und dabei auch Wege zu suchen, Kosten anders zu verteilen.

Vor dem Beschluss hatten viele Eltern aus dem Ort noch einmal vehement mehr Kita-Plätze in Groß Lengden gefordert und scharf gegen die Haltung der Politik protestiert. Sie beklagen, dass ihre Kinder zurzeit in der Kita aus Platzmangel abgewiesen werden – auch Geschwisterkinder.

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Und es ärgert sie, dass sie auf freie Plätze im Nachbarort Klein Lengden verwiesen werden. Mit Blick auf den Bedarf und erwartete neue Familien im Dorf schlagen sie eher vor, Erzieher aus Klein Lengden nach Groß Lengden zu versetzen.

„Ortsnah“ freie Plätze

Der kirchliche Kindergarten in Groß Lengden will sein Betreuungsangebot gerne von 35 auf 50 Kita- und Krippenplätze erweitern. Die politische Gemeinde soll die zusätzlichen Betriebs- und Personalkosten tragen. Das lehnen die Politiker aber mit dem Hinweis ab, dass es in Klein Lengden „ortsnah“ freie Plätze gebe.

Und sie betonen, dass höhere Ausgaben auch zu höheren Elternbeiträgen führen würden. „Und das darf keinesfalls passieren“, erklärte Martin Wüstefeld zur Position der CDU. Rat und Gemeinde seien zudem für ganz Gleichen zuständig, konterte Gemeindebürgermeister Heinz-Jürgen Proch (SPD) die Forderungen der Groß Lengder Eltern.

Kein Bus für Krippenkinder

Und „in vielen anderen Dörfern ist das, was Sie jetzt als Härte erleben, lange Alltag“, ergänzte für die Grünen Stefan Heinemann. In „diesem besonderen Fall“ könne aber „vielleicht auch die Kirche finanziell aktiv werden“, so Anika Brüggemann (Grüne).

Eine Versetzung von Erzieherinnen aus Klein Lengden nach Groß Lengden sei nicht möglich, weil dann die geforderte Mindestzahl an Pädagogen dort unterschritten würde, erklärte Proch auf die Fragen der Eltern. Die wollten auch wissen, ob es für Krippenkinder künftig einen Fahrdienst in den Nachbarort geben werde.

Klare Antwort: Für Krippenkinder gibt es keinen Bus. Das sei bei Kindern unter drei Jahren auch in anderen Kitas nicht üblich, die Eltern müssten selbst fahren.