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Göttingen Elternhaus für das krebskranke Kind wird umgebaut
Die Region Göttingen Elternhaus für das krebskranke Kind wird umgebaut
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00:21 24.03.2019
Elternhaus-Geschäftsführerin Dagmar Hildebrandt-Linne stellt die Umbaupläne vor. Quelle: Kuno Mahnkopf
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Göttingen

Vor drei Jahrzehnten wurde das Elternhaus für das krebskranke Kind eröffnet, 1995 erfolgte der Anbau von zwei Wohnungen. Seitdem hat sich dort baulich und räumlich nicht verändert. Jetzt sollen die Gemeinschaftsräume neu gestaltet werden, verbunden mit einem Raumkarussell. Die Umbauarbeiten sollen ab Mitte April beginnen, teilt Geschäftsführerin Dagmar Hildebrandt-Linne mit und hofft, dass sie bis zu den Sommerferien abgeschlossen werden können.

Freuen sich auf die Umgestaltung: Helfer und Mitarbeiter des Elternhauses für das krebskranke Kind. Quelle: Kuno Mahnkopf

Das Spielzimmer zieht ins Wohnzimmer und rückt damit näher an den Küchen- und Wohnbereich heran, der Jugendraum wird zum Wohnzimmer umfunktioniert, das jetzige Spielzimmer dem Verwaltungsbereich zugeschlagen, dessen Aufgaben und Anforderungen gewachsen sind. Als Aufenthaltsmöglichkeit für Kinder, Jugendliche und Eltern soll der Eingangsbereich mit Kicker und Billardtisch neu gestaltet und wohnlicher eingerichtet werden. Das neue Spielzimmer soll eine Terrassentür und damit direkten Zugang zu Garten, Spielplatz und Terrasse bekommen. Zum von Planerin Sigrid Stjerneby entworfenen Raumkonzept gehört auch ein neues Farbkonzept, LED-Beleuchtung soll die 30 Jahre alten Lampen ersetzen, das Parkett abgeschliffen werden. Die Räume sollen moderner, heller und freundlicher werden, sagt Hildebrandt-Linne und rechnet mit bis zu 80 000 Euro Kosten für die Umgestaltung.

Finanzpolster für Umbau angespart

„Die Vorplanungen laufen schon seit Jahren, bislang fehlte aber ein Konzept“, sagt die Geschäftsführerin. Da Rücklagen gebildet wurden, verfüge der auf Spenden angewiesene Elternhilfe-Verein als Träger des Hauses über ein Finanzpolster für die Modernisierung. Um die Kosten zu minimieren, solle so viel wie möglich vom vorhandenen Mobiliar aufgearbeitet und weiter genutzt werden, zugleich das Beste herausgeholt und die Wohlfühl-Philosophie des Hauses berücksichtigt werden. Dazu sollen warme Farben – von Orange bis Lindgrün – ebenso beitragen wie Sitzpodeste, Leseecke, Hochebene und Malwand. Die Bauphase sei eine Herausforderung für alle Beteiligten und erfordere Improvisationstalent, sagt Hildebrandt-Linne. Die Handwerker würden von Raum zu Raum ziehen, um den Betrieb des Hauses nicht zu sehr zu stören.

Flohmarkt auf Außengelände

Das Spielzimmer zieht um und bekommt einen Zugang zum Garten. Quelle: Kuno Mahnkopf

Eine Spielzimmer-Abschiedsparty haben die Kinder bereits gefeiert, Bettina Kreter vom Ehrenamtsteam die Bestände des Elternhauses inklusive Boden für einen Flohmarkt durchforstet, die Bücherei für die Erwachsenen komplett aufgelöst, die Kinder- und Jugendbücherei ausgedünnt. „Das Leseverhalten hat sich verändert“, begründet sie diesen Schritt. Da das Elternhaus auch viele Sachspenden bekommt, könne sich der Flohmarkt-Fundus sehen lassen. Spiele, Bücher, Schlitten, Mobiliar, Selbstgebasteltes und Spielzeug werden gegen Geldspenden abgegeben, vom Erlös neue Sachen angeschafft. Der Flohmarkt mit Waffeln, Kuchen und Grillgut auf dem Außengelände des Elternhauses geht am Sonnabend, 30. März, von 11 bis 14 Uhr über die Bühne.

Ehrenamtliche Helfer gesucht

Um weitere Helfer für das zeitlich teilweise sehr eingebundene Ehrenamtsteam zu rekrutieren, ist am Mittwoch, 10. April, ein Einführungstag im Elternhaus geplant. Interessenten können sich dafür bis zum 2. April im Elternhaus, Telefon 0551/374494, anmelden.

Von Kuno Mahnkopf

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