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Göttingen Emotionale Debatte um Sprungturm im Weender Freibad
Die Region Göttingen Emotionale Debatte um Sprungturm im Weender Freibad
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19:37 17.03.2013
Von Gerald Kräft
Stößt bei vielen Weendern noch auf Unmut: Das neue Konzept für das Weender Freibad ohne Sprungturm.
Stößt bei vielen Weendern noch auf Unmut: Das neue Konzept für das Weender Freibad ohne Sprungturm. Quelle: Archiv
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Weende

Die Debatte im überfüllten Thiehaus – viele Besucher nahmen es auf sich, stundenlang zu stehen – entzündete sich insbesondere am Zehn-Meter-Turm. Der Turm sei die Attraktion des Bades, sagte Hans Otto Arnold (CDU). Er bilde den Anreiz für viele Kinder, überhaupt erst schwimmen zu lernen.

Mit dem Antrag solle noch einmal Zeit gewonnen werden. Alle seien sich einig, dass es im Bad auf Dauer weitergehe, so Ortsbürgermeister Hans-Albert Ludolph (SPD). Man könne aber nicht unrealistische Dinge fordern. Die Stadt komme vom Zukunftsvertrag nicht runter, so Rainer Kallmann (SPD). Freiwillige Leistungen seien begrenzt, den guten Gedanken Stadtentwicklung müsse man aber ausreizen.

GoeSF-Geschäftsführer Alexander Frey kritisierte unredliche Behauptungen, die Ängste schürten. Die zentrale Botschaft sei, die Freibadfläche bleibe für Erholung, Sport, Freizeit und Schwimmen erhalten. Über Details könne man reden. Es gehe darum, eine „eierlegende Wollmilchsau“ zu produzieren.

Der Auftrag der Politik an die GoeSF habe gelautet, „schließt das Bad, aber seht zu, dass man dort noch schwimmen kann“, beklagte sich Frey. Der Dampfer sei mit freiwilligen Leistungen überladen, Göttingen an Grenzen gestoßen. „Das muss Konsequenzen geben.“

Ein Teil des Geländes soll verkauft werden, um Sanierung und Umbau für 1,5 Millionen Euro finanzieren zu können. Vorgesehen sind jetzt 33-Meter-Bahnen, allerdings unbeheizt und ohne Sprungmöglichkeit, sowie Sandstrände und vielfältige Spielmöglichkeiten. Der Sportausschuss des Stadtrates billigte das Konzept bereits.