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Göttingen Ende der Integrationskurse
Die Region Göttingen Ende der Integrationskurse
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20:22 24.11.2011
Von Jürgen Gückel
Büffeln im Lager Friedland: Spätaussiedler beim Integrationskurs, hier im Jahr 2007. Quelle: ´CR
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Friedland

Das teilten gestern die Bildungsgenossenschaft Südniedersachsen (Bigs), ein aus 29 Trägern bestehender Verbund, und auf Anfrage das niedersächsische Innenministerium mit. Dieses war zuletzt mit dem Versuch gescheitert, in Verhandlungen mit anderen Bundesländern die Einbeziehung deren Zuwanderer-Kontingente in das Integrationsangebot zu erreichen und den Fortbestand so zu sichern. Auch Bayern, bisher beteiligt, steigt aus. Als Grund nennt Vera Wucherpfennig, Sprecherin des Innenministeriums, sinkende Zuwandererzahlen. Waren es 2007 noch fast 6000 Spätaussiedler, rechnet man für dieses Jahr mit 2000. Bis Jahresmitte waren es 1300. Zehn Prozent bleiben in Niedersachsen. Sie werden künftig in den Kommunen integriert.

Friedland solle aber Integrationszentrum bleiben, betont Wucherpfennig. Auch sollen die dort ankommenden Asylbewerber von den Bildungsträgern betreut werden. Derzeit werde ein Konzept erarbeitet, das die Fortführung der Integration von Spätaussiedlern, aber auch einen sogenannten „Wegweiser Deutschland“ für Asylbewerber beinhalte. Darauf hoffen auch die Bildungsträger. Allerdings: Kaum einer der Asylbewerber wird tatsächlich bleiben dürfen, ihre Integration wäre politisch gar nicht erwünscht. Immerhin haben die Landtagsfraktionen von CDU- und FDP in ihrer Haushaltsklausur Geld für Sprachkurse beschlossen, das auch in Friedland eingesetzt werden könnte.

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Scharfe Kritik gibt es dennoch von Bigs-Vorstand Bernd Schütze: „Es mangelt schlicht am politischen Willen, die überaus erfolgreichen Integrationskurse weiterzuführen.“