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Göttingen Schockanruf: 69-jährige Göttingerin wird mit Enkeltrick um mehrere tausend Euro betrogen
Die Region Göttingen

Enkeltrick: 69-jährige Göttingerin erhält Schockanruf und wird um mehrere tausend Euro betrogen

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14:53 01.03.2021
Immer wieder fallen ältere Menschen auf den sogenannten Enkeltrick herein.
Immer wieder fallen ältere Menschen auf den sogenannten Enkeltrick herein. Quelle: Sebastian Gollnow/dpa
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Göttingen

Eine 69 Jahre alte Frau ist am Freitag, 26. Februar, um mehrere tausend Euro betrogen worden. Vorausgegangen war ein Anruf um die Mittagszeit herum. In diesem Gespräch gab sich eine Frau als die Tochter der älteren Dame aus. Die angebliche Tochter berichtete, dass sie einen Unfall gehabt habe, bei dem ein Mensch tödlich verletzt worden sei. Aus diesem Grund benötige sie dringend Geld für eine Kaution. Ansonsten würde ihr eine Haftstrafe drohen.

Die 69-Jährige bekam einen großen Schreck, war aber angesichts der Notlage der vermeintlichen Tochter bereit, das Geld aufzubringen. Sie übergab die geforderte Summe, wie sie selbst schilderte, in der Obere-Masch-Straße an eine Unbekannte. Diese Person flüchtete mit der erschwindelten Beute in Richtung Berliner Straße.

Frau von korpulenter Statur

Bei der Person, der das Geld ausgehändigt wurde, soll es sich um eine Frau handeln, die ungefähr Anfang bis Mitte 30 ist. Sie soll ungefähr 1,60 Meter groß und von korpulenter Statur gewesen sein. Bekleidet war sie mit einem dunklen Anorak, einer dunklen Hose und einem Kopftuch.

Die Göttinger Polizei bittet um Hinweise, die zur Aufklärung der Tat führen können, unter der Telefonnummer 0551/491-2115.

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Darüber hinaus gibt die Polizei Göttingen Tipps, wie man sich richtig verhält, wenn man in eine derartige Situation gerät. Vor allem solle man misstrauisch sein, wenn Anrufer sich nicht selber mit ihrem Namen melden. Raten Sie nicht, wer anruft, sondern fordern Sie Anrufer grundsätzlich dazu auf, ihren Namen zu nennen, rät die Polizei.

Beim Anrufer vergewissern

Großes Misstrauen solle man an den Tag legen, wenn sich Personen am Telefon als Verwandte oder Bekannte ausgeben, die Sie als solche nicht klar identifizieren können. Man solle beim Anrufer Dinge erfragen, die tatsächlich nur der Verwandte oder Bekannte wissen kann.

Familiäre oder finanzielle Verhältnisse gehören nicht in ein Telefonat. Man solle sich keineswegs drängen oder unter Druck setzen lassen, heißt es vonseiten der Polizei. Die Angaben des Anrufers sollten in aller Ruhe überprüft werden. Die Polizei rät: Rufen Sie die jeweilige Person unter der Ihnen lange bekannten Nummer an und lassen Sie sich den Sachverhalt bestätigen.

Machen Sie keine Alleingänge! Wenn ein Anrufer Geld oder andere Wertsachen von Ihnen fordert, dann halten Sie Rücksprache mit einem Familienangehörigen oder einer anderen Ihnen nahe stehenden Person.

Geld und Schmuck niemals übergeben

Geld, Wertsachen oder Schmuck sollten niemals an unbekannte Personen übergeben werden. Werden Sie bei einem Anruf hellhörig, dann sollte umgehend die Polizei unter der Rufnummer 110 verständigt werden.

Sind Sie bereits Opfer eines Enkeltricks geworden, zeigen Sie die Tat unbedingt bei der Polizei an. Dies kann der Polizei helfen, Zusammenhänge zu erkennen, andere Personen entsprechend zu sensibilisieren und die Täter zu überführen.

Lassen Sie Ihren Vornamen im Telefonbuch abkürzen (aus Herta Schmidt wird beispielsweise H. Schmidt). So können die Täter Sie gar nicht mehr ausfindig machen. Zum Ändern eines Telefonbucheintrags wenden Sie sich an die Telekom.

Von Vicki Schwarze