Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Göttingen Entrümpeln am Brückentag
Die Region Göttingen Entrümpeln am Brückentag
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:31 14.05.2018
Der Recyclinghof der Göttinger Entsorgungsbetriebe (GEB) wird am Brückentag nach Christi Himmelfahrt gut frequentiert. Quelle: Mischke
Anzeige
Göttingen

„Vor allem im Frühjahr nutzen die Menschen ihren Kurzurlaub, um Haus, Wohnung, Keller oder Garage gründlich zu entrümpeln“, weiß Olaf Köster, der seit 1. April des Jahres die Leitung des Recyclinghofes verantwortet. Die Abgabestelle sei ein zusätzliches Angebot, um seinen Sperrmüll loszuwerden. Üblicherweise dauere es rund zwei Wochen zwischen der Anmeldung und der Abfuhr von Sperrmüll. Derzeit belaufe sich der Zeitraum allerdings auf vier bis sechs Wochen, was nicht zuletzt dem Umstand geschuldet sei, dass einige Abfuhrtage wegen der Warnstreiks während der jüngsten Tarifauseinandersetzung ausgefallen seien. Nach einem ziemlich chaotischen Ansturm am 30. April, dem Brückentag vor dem Maifeiertag, ging es am Freitag nach Christi Himmelfahrt bedeutend geordneter zu. „Wahrscheinlich sind die Bürger ihren Müll schon am ersten Frühjahrs-Brückentag des Jahres losgeworden oder der Aufruf der GEB im Tageblatt, nicht zwingend die Brückentage zu nutzen, hat sich positiv ausgewirkt“, vermutet Vorarbeiterin Sabrina Nolte.

Unschöne Begegnungen

Der Andrang erfolgt in Schüben, nur selten bildet sich eine Fahrzeugschlange auf der Rudolf-Wissell-Straße. Im Wechsel stehen Torsten Wurdak und seine Kollegen an der Einfahrt, begutachten den angefahrenen Müll und weisen freundlich den Weg zu den einzelnen Containern, Gitterboxen und Entsorgungsfahrzeugen, die darüber hinaus mit großen Schildern beschriftet sind. Mitunter bleibt auch Zeit für einen kleinen Schnack oder Scherz. „Die Menschen erzählen gerne die näheren Umstände, warum ihr Müll gerade jetzt angefallen ist, da gibt es viele lustige, aber auch traurige Geschichten über Todesfälle“ sagt Henry Wendeburg. Unangenehm wird es manchmal, wenn der Kunde für die Entsorgung von Hausmüll gegen Quittung zur Kasse gebeten wird. Wendeburg, jetziger Personalratsvorsitzender der GEB, der selbst von 2005 bis 2012 in der Annahme gearbeitet hat, erinnert sich an einige unschöne Begegnungen mit Beschimpfungen durch Kunden unter der Gürtellinie. „Da hat es auch schon mal ein Hausverbot vom Chef gegeben“, sagt er.

Altholz und Kunststoffrohre

Blazenko Martinovic hat das Gröbste schon hinter sich. Gerade lädt er die letzten Überreste eines abgerissen Schuppens von seinem einachsigen Hänger. Schwere Wandteile und dicke Holzbalken schleppt er zum Container mit der Aufschrift „Altholz, unbelastet“. Fabio Wendeburg verdichtet derweil das lose geschichtete Holz mit der Schaufel eines Radladers, damit möglichst viel hineinpasst. Maxi Roeder aus Göttingen hat Maschendraht-Reste in den Metallcontainer gebracht und mehrere rund fünf Meter lange Kunststoffrohre im Container für Hartkunststoffe entsorgt. „Was soll ich machen“, sagt er, „das waren Transportverpackungen für Wasserleitungsrohre, die ich für meinen Hausumbau benötigt habe und der Hersteller nimmt sie nicht zurück.“ Das er an einem Brückentag zum Recyclinghof komme, sei Zufall, sagt er, denn ein Freund habe ihm für diesen Tag seinen Sprinter zur Verfügung gestellt.

Reibungslose Zu- und Abfahrt

Fouad Benddou tuckert mit einem Einachser und Hänger auf den Hof. Er hat seine Gartenlaube aufgeräumt und nun unter anderem Reste eines gewellten Polyesterharz-Daches, Sofa- und Rasenmäherteile sowie alte Kinder-Sandkästen aus Plastik geladen. „Ein Kessel Buntes“ sagt er lachend und verteilt seinen Müll ordentlich auf die verschiedenen Container. Olaf Köster, der das Treiben auf dem Recyclinghof eine Weile beobachtet, ist zufrieden mit dem heutigen Ablauf. Die Anlieferer halten sich an die Anweisungen der GEB-Mitarbeiter und lassen meistens eine Mittelgasse frei, damit eine reibungslose Zu- und Abfahrt ermöglicht wird. „Das erleichtert uns die Arbeit sehr, denn schließlich sind wir ja auch für die Sicherheit unserer Kunden verantwortlich.“

Von Christoph Mischke

Göttingen Vogel-Kuriosum in Holtensen - Amsel nistet auf Meisenkasten

Das hat Gustav Hartung auch noch nicht erlebt: Auf einem bereits bewohnten Meisenkasten an seiner Hausfassade hat vor wenigen Tagen ein Amselpaar sein Nest gebaut. In rund vier Metern Höhe thront das Amselnest etwas windschief auf der Nisthilfe, die seine Enkelinnen Charlotte und Johanna gebaut haben.

11.05.2018

Regelmäßige Freibadbesuche gehören für zahlreiche Menschen in der Region an warmen Sommertagen dazu. Doch in einigen Bädern sind die Eintrittspreise in den vergangenen Jahren angestiegen, was für einige Besucher ein Ärgernis ist.

11.05.2018
Göttingen Platzverweis für Göttinger Stadtgebiet - Vier Frauen unsittlich berührt

Vier Frauen sind am Donnerstagmittag in der Göttinger Fußgängerzone von einem jungen Mann begrapscht worden. Der Einbecker habe die Frauen im Vorbeigehen unsittlich am Busen oder am Gesäß berührt, heißt es im Bericht der Polizei.

11.05.2018