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Göttingen Entwarnung nach Großbrand in Chemie-Halle
Die Region Göttingen Entwarnung nach Großbrand in Chemie-Halle
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06:17 15.03.2012
Von Andreas Fuhrmann
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Grone

„Nach Auskunft des von der Stadt eingeschalteten Sachverständigen Dr. Rainer Hartmann ist es zu keinen wesentlichen Sedimentbelastungen in den Gewässern gekommen, über die das Löschwasser nach dem Großbrand am 2. März dieses Jahres abgeflossen ist“, so die Verwaltung.
Der Gutachter hatte sieben Proben aus der Bünne, dem Flötergraben, dem Levinschen Teich und der Grone entnommen und untersucht – und gab jetzt Entwarnung.

Zwar seien einige Werte leicht erhöht, sagte Hartmann gegenüber dem Tageblatt. „Das ist aber alles im üblichen Rahmen.“ Das sieht die Stadt genauso: „Dass die nun vorliegenden Analysen für polychlorierte Biphenyle (PCB) unterschiedlich hohe Werte ergaben, die zum Teil über dem Vorsorgewert der EU-Wasserrahmenrichtlinie liegen, führt der Gutachter vor allem auf die langjährige gewerbliche Nutzung der umliegenden Flächen zurück“, hieß es weiter.

Auch die Belastung mit polycyclischen aromatischen Kohlenwasserstoffen entspreche, so der Gutachter, „der üblichen Hintergrundbelastung in urbanen, bebauten Flächen. Das gilt auch für die ermittelten Schwermetallgehalte.“
Unterdessen sind gestern die ersten Mitarbeiter der von der Stadt beauftragten Fachfirma zur Räumung der Lagerhalle und zum geordneten Abtransport der chemischen Abfälle in Grone eingetroffen. Weil aber noch Container zum Abtransport fehlten, werden die eigentlichen Arbeiten erst heute beginnen.

Nach einem Großbrand in einem illegalen Chemikalienlager im Industriegebiet in Grone hat sich der angrenzende Bach Grone grün verfärbt.