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Die Region Göttingen Jobcenter Göttingen und Eichsfeld arbeiten eng zusammen
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18:12 26.08.2019
Erfolgreiche Zusammenarbeit der Jobcenter in den Landkreisen Göttingen und Eichsfeld (von links): Gabriele Bock (Leiterin Jobcenter Landkreis Göttingen), Ursula Bremer (Leiterin Standort Duderstadt), Mahmoud Nhlawi (erfolgreich länderübergreifend vermittelt), Göttingens Kreisrat Marcel Riethig, Ingo Steinicke (Leiter Jobcenter Landkreis Eichsfeld) und Stefan Schreier (Eingliederung Arbeit beim Landkreis Eichsfeld) Quelle: Rüdiger Franke
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Duderstadt

Die gute Zusammenarbeit der Landkreise Göttingen und Eichsfeld im Bereich der Arbeitsvermittlung hat Kreisrat Marcel Riethig mit den Leitungen der Jobcenter beider Landkreise am Montag vorgestellt. Die Präsentation erfolgte innerhalb der Aktionswoche der kommunalen Jobcenter unter dem Motto „Stark. Sozial. Vor Ort.“

Drei Anlässe

„Wir haben heute drei Anlässe“, erklärte Riethig. Zunächst gehe es um die Vorstellung der länderübergreifenden Zusammenarbeit. „Es ist keineswegs selbstverständlich, dass zwei Landkreise aus verschiedenen Bundesländern zusammenarbeiten.“ Aber der Arbeitsmarkt mache eben nicht an Landesgrenzen halt.

Verringerung der Arbeitslosigkeit

Als zweiten Punkt wolle man die Aktionswoche der kommunalen Jobcenter nutzen, um darauf hinzuweisen, dass erfolgreich an der Verringerung der Arbeitslosigkeit gearbeitet worden sei. „Es gibt aber immer noch viel zu tun“, so Riethig. Auf kommunaler Ebene gebe es 100 selbstverwaltete Jobcenter, wohingegen 300 über die Arbeitsagenturen laufen. „Wir sind sicher, dass wir es vor Ort besser können“, sagte der Kreisrat. Im Landkreis Göttingen gebe es noch rund 13000 Menschen, die in der Arbeitslosigkeit Leistungen beziehen. „Davon arbeiten 3000, aber der Lohn reicht nicht“, so Riethig. Im Landkreis Eichsfeld seien es 2681 Menschen, die Leistungen erhalten, berichtete Stefan Schreier, zuständig beim Landkreis Eichsfeld für die Eingliederung in die Arbeit.

Zusammenarbeit und Mobilität

„Das Wichtigste ist die Zusammenarbeit“, erläuterte Ingo Steinicke, Leiter des Jobcenters im Landkreis Eichsfeld. Es gebe zwischen den beiden Landkreisen eine sehr enge Kooperation im Wirtschaftsraum. Die Wirtschaftsregion sei sehr stark vom Oberzentrum Göttingen geprägt, wie auch die Pendlerströme zeigen. Und auch auf beiden Seiten werde seitens der Wirtschaft nachgefragt.

Vermittlungen in beide Richtungen

„Aus dem Landkreis Göttingen sind etwa 90 Personen in den Landkreis Eichsfeld vermittelt worden“, erzählte Gabriele Bock, Leiterin des Jobcenters im Landkreis Göttingen. Dabei seien Vermittlungen an allen Standorten von Bad Lauterberg bis Hann. Münnden erfolgt. In umgekehrter Richtung habe es in den vergangenen zwölf Monaten etwa 30 Integrationen von Langzeitarbeitslosen in den Arbeitsmarkt gegeben, so Steinicke. Ein besonders wichtiger Punkt dabei sei die Mobilität, bei der die Klienten aber auch unterstützt und gefördert werden könnten.

Erfolgreiche Integration

„Zum dritten haben wir über Erfolge zu berichten“, erklärte Riethig. In dem Zusammenhang stellte er Mahmoud Nhlawi vor, der als ehemaliger Flüchtling in Duderstadt wohnt, aber durch die Zusammenarbeit der Jobcenter einen Job beim Unternehmen Prisma Bauelemente in Leinefelde gefunden hat. „Solche Beispiele zeigen, wie es länderübergreifend funktionieren kann.“

Sprache als wichtige Grundlage

Nhlawi war 2015 als Flüchtling nach Deutschland gekommen, lebte erst in Rüdershausen, mittlerweile in Duderstadt. „In Syrien habe ich als Schmied gearbeitet, doch das war hier nicht möglich“, sagte er. Deshalb habe er in Göttingen ein Zertifikat im Schweißen erworben. „Das Wichtigste, um in Deutschland zu arbeiten, ist die Sprache“, betont der Syrer. „Ich verstehe mittlerweile gut deutsch, meine Sprache ist aber noch nicht 100 Prozent.“

Flexibilität

„Für uns ist wichtig, die Leute an dem Punkt abzuholen, an dem sie sich befinden“, sagte Ursula Bremer, Leiterin des Jobcenter-Standortes Duderstadt. Mahmoud Nhlawi sei von Beginn an hochmotiviert und engagiert gewesen. Und als er aus bürokratischen Gründen nach einigen Praktika mal nicht in seinem Bereich tätig sein konnte, habe er drei Monate als Obstverkäufer auf dem Markt gearbeitet. Der Vorteil eines kommunalen Jobcenters sei, dass es die Regionalität nutzen könne. „Wir arbeiten mit den Akteuren vor Ort zusammen und sind in dem Zusammenhang flexibel“, so Bremer.

Den Autor erreichen Sie unter r.franke@eichsfelder-tageblatt.de.

Von Rüdiger Franke

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