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Göttingen Ermittlungen gegen Rechts
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18:22 15.01.2019
Runen- und andere Schmierereien am Kulturwissenschaftlichen Zentrum. Quelle: r
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Göttingen

Bei der am Freitagabend entdeckten goldfarbenen Rune am Zwangsarbeiter-Gedenkstein – ein senkrechter Strich mit zwei im oberen Teil angesetzten seitwärts nach oben gestreckten kleineren Strichen – handelt es sich um das Symbol „Elhaz“. Diese Rune gelte zwar nicht als Kennzeichen einer als verfassungswidrig erklärten Organisation, sagt Polizei-Sprecherin Jasmin Kaatz.

Nach Erkenntnissen des Staatsschutzkommissariats werde diese Rune allerdings in der rechten Szene verwendet. Daher geht die Polizei von einer „politisch motivierten gemeinschädlichen Sachbeschädigung“ aus.

Unvermittelt angegriffen

Außerdem ermittelt die Polizei weiterhin im Fall eines Übergriffs auf zwei junge Männer am 24. November vergangenen Jahres. Gegen 3 Uhr waren auf dem Theaterplatz zwei aus Richtung Bühlstraße kommende 27 und 29 Jahre alte Göttinger nach eigenen Angaben von zwei unbekannten Männern und einer Frau zuerst angepöbelt und dann unvermittelt angegriffen worden. Dabei wurde der 29-Jährige durch Schläge leicht und sein Begleiter bei einem Schlag mit einem langen metallenen Gegenstand ins Gesicht schwer verletzt.

Der 27-Jährige erlitt dabei einen Kieferbruch. Auch in diesem Fall geht die Polizei „aufgrund der bislang gewonnenen Erkenntnisse“ bei der gefährlichen Körperverletzung ebenfalls von einer politisch motivierten Tat aus. Die Ermittlungen dazu dauerten an, „wozu auch die Motiverforschung gehört“, erklärt Polizei-Sprecherin Kaatz.

+++ Pressemitteilung der Wohnrauminitiative Göttingen: Bremsschläuche vor Häusern der Wohnrauminitiative zerschnitten...

Gepostet von Wohnrauminitiative Göttingen am Montag, 14. Januar 2019

Neu für die Polizei ist eine Mitteilung der Göttinger Wohnrauminitiative. Danach zerschnitten Unbekannte in der Nacht zum Montag vor mehreren in der Wohnrauminitiative organisierten Hausprojekten Bowdenzüge an Fahrrädern, so dass deren Bremsen ausfielen. In der gleichen Nacht wurden nationalsozialistische Symbole auf dem benachbarten Campus gesprüht.

Hakenkreuze gesprüht

Nach Angaben der Wohnrauminitiative stehe dieser Angriff „im Kontext mehrerer rechter Schmierereien und Angriffen auf Göttinger Hausprojekte“ in den vergangenen Monaten. Darunter waren auch Hakenkreuze.

Die Initiative sieht zudem Verbindungen zu rechten Angriffen in der gleichen Nacht an anderen Orten wie Berlin, Hamburg, Augsburg oder Lüneburg, wo Parteien und Redaktionsräume betroffen waren. Im Verdacht hat die Wohnrauminitiative dabei die sogenannte Identitäre Bewegung. Diese rechtsextreme Bewegung bekannte sich dazu, am Montagmorgen in mehreren deutschen Städten Plakate an zahlreiche Gebäude von Medienhäusern, Parteien und Politikern Plakate geklebt zu haben, unter anderem an das Redaktionsgebäude der linksorientierten Tageszeitung „Taz“.

Wegen der Informationen der Göttinger Wohnrauminitiative ermittelt die Polizei nun gegen Unbekannt wegen Sachbeschädigung, des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr und wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.

Von Matthias Heinzel

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