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Göttingen Erst Kontrollen, dann Gutachten
Die Region Göttingen Erst Kontrollen, dann Gutachten
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13:05 28.01.2016
Von Michael Brakemeier
Die Verwaltung will mit Geschwindigkeitskontrollen gegen den Lärm kämpfen. Quelle: dpa (Symbolbild)
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Göttingen

Nach der Auswertung der Geschwindigkeitskontrollen sollen die Ergebnisse zur weiteren Beratung im Ausschuss vorgestellt werden - einschließlich der Ergebnisse bereits vorhandener Lärmschutzgutachten, die etwa im Zuge der Entwicklung des Baugebietes „Am Stadtwege“ in Holtensen angefertigt worden sind. Im Ausschuss soll dann auch über ein neues Lärmgutachten entschieden werden. Für weitere Gutachten geht die Verwaltung abhängig von Anzahl, Dauer und Ort der Lärmmessungen von Kosten zwischen 5000 bis 15000 Euro aus.

Das jetzt beschlossene Vorgehen geht auf einen Ratsantrag der CDU/FDP-Ratsgruppe zurück. Die hatte Geschwindigkeitskontrollen auf dem Zubringer und Lärmmessungen an der besiedelten Südkante des Holtenser Berges und an der Südseite des Holtenser Neubaugebietes „Am Stadtwege“ gefordert. Dort wohnende Bürger hätten einen Anspruch auf ein Mindestmaß an Lärmschutzmaßnahmen, heißt es in dem Antrag. Auf dem Zubringer, der als „Bundesstraße im außerörtlichen Bereich“ eingestuft ist, gelte zwar Tempo 60 für Lkw über 7,5 Tonnen, "nach eigenen Beobachtungen und Messungen in beiden Richtungen" halte sich aber "praktisch kein" Lastzug daran.

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Spitzengeschwindigkeiten lägen bei mehr als 90 Kilometer pro Stunde. Das bedeute, "dass jede theoretische Berechnung der Lärmbelastung in diesem Bereich zu falschen Ergebnissen führen muss, da kaum die tatsächlich gefahrenen Geschwindigkeiten als Datengrundlage herangezogen werden", heißt es in der Antragsbegründung von CDU und FDP. Die Tempoverstöße sollten nun durch reguläre Messungen der Stadtverwaltung oder auch der Polizei bestätigt werden.