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Göttingen Europa-Union: Göttinger diskutieren über Italien in der Corona-Krise
Die Region Göttingen Europa-Union: Göttinger diskutieren über Italien in der Corona-Krise
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11:00 20.05.2020
Mitte März sind aufgrund der Corona-Krise Grenzkontrollen eingeführt worden – eine von vielen Maßnahmen beim Shutdown. Quelle: dpa
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Göttingen

Der Göttinger Kreisverband der Europa-Union setzt seine Vortragsreihe „Göttinger Europagespräche“ mit Videokonferenzen fort. Am Montag, 25. Mai, referiert Luca Argenta, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Auslandsbüros der Friedrich-Ebert-Stiftung in Rom. Sein Thema: „Ein Wiederaufbauprogramm für die Europäische Union zur Bewältigung der Coronakrise – die Position Italiens“.

Argenta habe Mitte März festgestellt, dass sich in Italien „zusehends das Gefühl festsetzt, in einer schweren Krise wieder einmal von Europa alleine gelassen worden zu sein“, zitiert Harm Adam, Vorsitzender des Göttinger Kreisverbands der Europa-Union, den Referenten. Argenta habe vor acht Wochen betont: „Das Bewusstsein, dass die Coronakrise keine italienische, sondern eine europäische ist, beginnt erst zögerlich zu entstehen. Aus den vergangenen Krisen hätte man lernen können, wie wichtig jedes Wort und jedes Zeichen sind.“

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Koordinierte Gesundheitspolitik in Europa „unverzichtbar“

Eine europäische Koordinierung der Gesundheitspolitik sei „unverzichtbar für ein hohes Gesundheitsschutzniveau in der EU und für das Funktionieren der Gesundheitsversorgung der Bürgerinnen und Bürger“, erklärt Harms. Allerdings seien die EU-Kompetenzen in der Gesundheitspolitik „relativ schwach“. Die Europa-Union Deutschland fordere unter anderem ein europäisches Infektionsschutzgesetz, „das einen verbindlichen Rahmen festlegt für europaweite oder regionale Shutdown-Regelungen“.

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Auch Nichtmitglieder könnten nach Voranmeldung an der Videokonferenz teilnehmen, so Adam. Die Zugangsdaten würden per Mail an harm.adam@europa-union.de mitgeteilt.

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Von Stefan Kirchhoff

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