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Göttingen FDP fordert Konzept für die ärztliche Versorgung von Flüchtlingen
Die Region Göttingen FDP fordert Konzept für die ärztliche Versorgung von Flüchtlingen
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16:45 22.10.2018
Umstrittene Unterkunft Siekhöhe: Mit der Schließung fällt auch die Medizinstation weg. Dafür soll es aber Ersatz geben. Die Verwaltung sucht Räume. Quelle: hein
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Göttingen

Die Stadtverwaltung Göttingen sucht Möglichkeiten und Räumlichkeiten, eine zentrale Anlaufstelle für alle neu ankommenden Flüchtlinge und Familienangehörige von Flüchtlingen im Rahmen des Familiennachzuges einzurichten. Das geht aus einer Antwort der Verwaltung an die FDP-Fraktion hervor.

Konzept für medizinische Versorgung

In einem Antrag hatte die FDP die Verwaltung unter anderem aufgefordert, ein Konzept zur Sicherstellung der medizinischen Versorgung von auch dezentral untergebrachten Geflüchteten zu erstellen“, heißt es dort. Hintergrund des Antrages ist die für das kommende Jahr geplante Schließung der nicht unumstrittenen und vom Roten Kreuz betriebenen Sammelunterkunft auf der Groner Siekhöhe. Damit schließt auch die dortige medizinische Versorgungsstation, in der das Rote Kreuz bislang Flüchtlinge medizinisch betreut hatte. Für die Stadtverwaltung war diese Station bislang immer eines der Argumente, die im Vergleich recht teure Unterkunft weiter zu betreiben.

Dezernentin Broistedt leitet Projektgruppe

„Nur mit einer der bisherigen Versorgung in der Siekhöhe entsprechenden Einrichtung ergibt sich ein zentraler Ansprechpartner für Geflüchtete, insbesondere in der Weiterberatung bei medizinischen Fragen und bei der Traumaversorgung“, begründet die FDP ihren Antrag.

Auch wenn derzeit weniger Flüchtlinge nach Göttingen als noch vor zwei, drei Jahren, werde es auch weiterhin notwendig sein, eine zentrale Anlaufstelle wie von der FDP gefordert einzurichten, antwortet die Verwaltung auf den Antrag. Auch dafür werde es dann einen Betreiber geben, zu dessen Aufgaben auch die Aufklärung der Flüchtlinge über das deutsche Gesundheitssystem gehöre. Inzwischen gibt es eine Projektgruppe unter Leitung von Sozialdezernentin Petra Broistedt, die geeignete Räume suchen soll und dem Sozialausschuss regelmäßig berichtet.

FDP-Antrag ist Thema im Ausschuss

Die medizinische Versorgung von Geflüchteten steht auf der Tagesordnung des Sozialausschusses. Außerdem steht Haushaltsplanentwurf für die Jahre 2019 und 2020 auf der Tagesordnung. Die Sitzung beginnt am Dienstag, 23. Oktober, um 16 Uhr im Sitzungsraum Thorn im Neuen Rathaus, Hiroshimaplatz 1-4.

Von Michael Brakemeier

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